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Wichtige News aus der kryonischen und der medizinischen Forschung:
DEMNÄCHST IN DER NEUEN RUBRIK NEWS (im Aufbau)
oder auch SciTech von De:Trans
| 06.03.2000 | Bemerkenswerte Erfolge in der Krebsmedizin ! | idw,NatureMedicine,BDW,dpa | ||
| Erfolge mit Immuntherapie gegen schwarzen Hautkrebs
Eine Immuntherapie gegen schwarzen Hautkrebs Quelle: Medizinische Fakultaet Charité der Humboldt-Universitaet zu Fortgeschrittenen Nierenkrebs per Impfung bremsen
Eine Impfung gegen Krebs? |
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| 02.03.2000 | Virtuelle Realität für Chirurgenhände | Bild der Wissenschaft | ||
| Auch in Zukunft wird nicht jede Operation von Robotern übernommen werden, echten Chirurgen bleibt genug zu tun, erwartet die Medizinerschaft -- und nutzt die moderne Computer- und Robotertechnik, um zukünftige Chirurgen besser auszubilden. Ein australisches System soll angehende Mediziner heikle Operationen im Detail üben lassen, bevor sie an einen lebenden Patienten gelassen werden. Sie operieren zunächst in der virtuellen Realität: Sie sehen einen Körper, vom Computer in drei Dimensionen und allen Details wiedergegeben -- und fühlen ihre Aktionen an diesem "Körper", ob sie nun in Gewebe schneiden oder auf einen Knochen treffen. Das Operationssystem ist eine Anwendung der so genannten Haptischen Werkbank (Haptic Workbench), entwickelt vom staatlichen australischen Forschungsinstitut CSIRO und dem Advanced Computational Systems Cooperative Research Centre (ACSys). "Was das System wirklich besonders macht, ist, dass die Objekte, die es wiedergibt, gefühlt und bearbeitet werden können. Dieser 'haptische' Aspekt ermöglicht es, auch kritische Prozeduren realistisch zu simulieren", so der CSIRO-Wissenschaftler Duncan Stevenson. Auf das Gefühl, wie die Spritze durch Haut und Vene stößt, folgen ebenso realistische Bilder, wie sie sich mit Blut füllt. Während der "Operation" lässt sich der Fortschritt der Übenden überwachen: Winkel und Druck der Skalpellschnitte wird ebenso gespeichert wie Schäden am "Gewebe" und ähnlichen Daten, die mit dieser Genauigkeit bei Vorläufersystemen nicht möglich war. Dabei kann das System die Daten tatsächlicher Patienten wiedergeben, so dass auch gestandene Ärzte vor einer heiklen Operation die kritischen Schritte erst einmal üben können. Der Nutzer trägt eine 3D-Brille, die ihm die hochauflösenden Computerbilder direkt in den Blick rücken, und hält einen Roboterarm, der gleichzeitig der Aktion und der Rückmeldung dient. Kleine Motoren kontrollieren die Bewegungen des Arms und seinen Widerstand, so dass tatsächlich der Tastsinn des Übenden angesprochen wird. "Der Arm ist stärker als Du. Wenn also die Software sagt, etwas geht nicht -- wie etwa die Nadel durch Knochen hindurchzustechen -- dann ist es Dir einfach unmöglich, den Arm dazu zu bringen", so Stevenson. Noch ist das System in der Entwicklung und erfordert eine Menge Arbeit, bevor sein Einsatz zur Routine im Chirurgentraining wird. "Wir müssen noch eine riesige Menge anatomischer und physischer Daten sammeln, um die 3D-Bilder des Körpers zu erzeugen", so Stevenson. "Dann muss die Software für spezielle Typen der Chirurgie entwickelt werden." Neben der Medizin ist das System aber auch für andere Bereiche von Interesse, etwa für die Luftfahrt, Biotechnologie, den Bergbau oder auch Design und Herstellung von Produkten. |
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| 01.03.2000 | Neurophysiologie: Der Traum der Neurophysiologen - regenerative Gehirnzellen |
Bild der Wissenschaft | ||
| Eines Tages wird es vielleicht möglich sein, Gehirnerkrankungen zu heilen, ohne die erforderlichen neuen Neuronen durch Stammzellentransplantationen zu gewinnen. Für die in der Öffentlichkeit umstrittene Stammzell-Therapie wären zur Zeit befruchtete Eizellen erforderlich. In der Februar-Ausgabe des Magazins Neuron berichtet Jeffrey Macklis, Neurowissenschaftler am Boston Children´s Hospital und Mitarbeiter der Rockefeller University, dass sie am Beispiel von Zebrafinken beobachten konnten, dass sie aus körpereigenen Zellvorstufen neue Gehirnzellen bilden können. "Dies ist das erste Beispiel bei dem gezeigt werden konnte, dass man die Bildung neuer Neuronen induzieren konnte, die auch noch entscheidend an komplexem Verhalten beteiligt sind", so Macklis, Professor für Neurologie an der Harvard Medical School. "Möglicherweise ist das der erste Schritt, dasselbe auch an Säugetieren zu ermöglichen," ergänzt er. Jeden Herbst sterben Unmengen an Nervenzellen im Stimmzentrum von Kanarienvögeln ab, so dass sie den Winter sprachlos verbringen. Während der Wintermonate werden Neuronen derselben Art neu aufgebaut und die Vögel lernen ihren Gesang im Frühjahr auf´s Neue. Zebrafinken dagegen bilden ihre neuen Gehirnzellen zwar langsam, aber dafür mit unglaublicher Konstanz. Diese Fähigkeit der Neuronen-Erneuerung kann den Nachkommen möglicherweise sogar beigebracht werden. Eine ähnliche Fähigkeit kann mit Einschränkungen auch auf Säugetiere übertragen werden. Wissenschaftler gehen davon aus, dass Zell-Vorstufen mit multiplen Entwicklungsmöglichkeiten im Gehirn vorliegen. Dabei handelt es sich um zwei spezielle Neuronen-Formen - eine ist für die Bildung des Geruchszentrums verantwortlich, während der zweite Typus Hippocampus-Zellen hervorbringt. Diese Regenerationsprozesse verlaufen jedoch äußerst langsam. Wenn nun Zebrafinken und sogar Menschen reproduzierbare Gehirnzellen haben, so drängt sich doch die Frage auf, warum sie ihr Potential nicht nutzen. Die Wissenschaftler fanden heraus, dass Zebrafinken sehr wohl neue Neuronen bilden können, jedoch nur für ganz spezielle Gehirnregionen. Ähnlich der alljährlichen Regeneration des Gesangszentrums bei Kanarienvögeln, frischen auch Zebrafinken im Laufe eines Jahres ihre musischen Gehirnregionen auf. Weitere Untersuchungen, warum gerade die für die Kommunikation verantwortlichen Neuronen so flexibel sind stehen noch aus. Die Hoffnungen für die Zukunft liegen weiterhin darin, Gehirnfunktionen zu reparieren, sofern es möglich ist, neue Gehirnzellen in einen eingespielten Neuronen-Apparat einzufügen. |
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| 26.02.2000 | "Bionic Chip" verbindet menschliche Zelle und Computer | Morgenwelt | ||
| Amerikanischen Forschern ist es erstmals gelungen, eine menschliche Zelle per "bionischem Chip" an einen Computer anzubinden. Sie vergleichen ihren Durchbruch mit einer Art "Sesam öffne dich", das ihnen per Mausklick Zugang verschafft zu den grundlegenden Funktionen menschlichen Lebens. Federführend bei der Entwicklung war der kalifornische Professor für mechanisches Ingenieurwesen, Boris Rubinsky von der University of California in Berkeley. Nach deren Angaben wurde der "Bionic Chip" jetzt in der Fachzeitschrift "Biomedical Microdevices" vorgestellt. Rubinsky beschreibt den Chip als "entscheidenden Schlüssel und ersten Schritt zur Erstellung eines komplexen Kreislaufes mit einer lebenden Zelle". Seine Erfindung basiert auf der Erkenntnis, dass eine biologische Zelle sich im Kreislauf wie eine elektrische Diode - oder ein Schalter - verhält, die sich bei einer bestimmten Voltzahl öffnet und Strom durchfließen lässt. Damit "können wir (erbliches) DNA-Material zufügen, (der Zelle) Eiweißstoffe entziehen, Medikamente anwenden - ohne irgendeine Zelle in der Umgebung zu beeinflussen", erläuterte Rubinsky am Freitag in Berkeley. Er hofft, dass sein "Bionic Chip" eines Tages unter anderem dabei helfen wird, neue Medikamente für die Behandlung genetischer Krankheiten wie zystischer Fibrose (Muskoviszidose) oder Diabetes zu entwickeln. |
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| 29.02.2000 | Gentechnik: Neuer Chip aus Silicium und menschlicher Zelle ermöglicht Gentransfer | Bild der Wissenschaft | ||
| Ein Sandwich aus Siliciumschichten und menschlicher Zelle: Es handelt sich um einen neuartigen Mikrochip, der von Yong Huang and Boris Rubinsky an der University of California in Berkeley entwickelt wurde. Der halbbiologische Chip ermöglicht einen direkten Gentransfer in die menschliche Zelle. Und das funktioniert so: Zwischen drei übereinanderliegenden Siliciumschichten sind zwei Kammern angeordnet. Mit Hilfe eines Unterdrucks in der unteren Kammer wird eine Zelle in die obere Kammer gesaugt und festgehalten. Damit ist die Zelle Bestandteil eines vollständigen Stromkreises. Wird Strom durch die Zelle geschickt, öffnen sich ihre Poren. Und die sind nun groß genug, um etwa ein Gen in die Zelle zu bringen. Die Forscher stellen ihre Erfindung in der jüngsten Ausgabe der Fachzeitschrift Biomedical Microdevices vor. Es gibt mehrere Verfahren, Gene in eine Zelle zu schleusen. Häufig werden dazu Überträgersubstanzen verwendet, Viren beispielsweise, die wegen potentieller Nebenwirkungen als nicht sicher gelten. Zudem ist die Genübertragung auf diesem Wege nicht immer von Erfolg gekrönt. Der neue Chip, so hoffen die Forscher, ermöglicht einen wirkungsvolleren Gentransfer ohne schädliche Nebenwirkungen. | ||||
| 21.01.2000 | Regeneration von Rückenmarksnerven durch Wachstumsfaktoren | Bild der Wissenschaft | ||
| Überall im Körper sind Nerven in der Lage sich zu regenerieren, mit Ausnahme der Neurone des Zentralen Nervensystems: Dort bleiben gekappte Verbindungen für immer unterbrochen. Für viele Menschen bedeutet das, nach einem Unfall oder einer Operation lebenslang gelähmt zu sein. Die Endgültigkeit einer solchen Diagnose wird durch die Untersuchungsergebnisse britischer Wissenschaftler um Dr. Matt Ramer nun in Frage gestellt. Im Wissenschaftsmagazin Nature berichten sie von Proteinen, Wachstumsfaktoren, die einen Heilungsprozess zerstörter Nerven am Rückenmark anzuregen scheinen. Im Tierversuch fanden die Forscher heraus, dass verschiedene Wachstumsfaktoren unterschiedliche Nerven zu erneutem Wachstum animieren und dass der Wachstumsstoff mit Namen GDNF besonders wirksam ist. Die Wissenschaftler zerstörten bei 100 Ratten Nerven an ihrer Verbindungsstelle zum Rückenmark. Damit unterbrachen sie den Informationsfluss von den Vorderpfoten zum Gehirn. Anschließend injizierten sie verschiedene Wachstumsfaktoren und bei einigen Ratten zur Kontrolle Placebo-Lösungen ins Rückenmark. Nur die mit Wachstumsfaktoren behandelten Tiere zeigten unterschiedliche Anzeichen für ein beginnendes Nervenwachstum: Sie reagierten beispielsweise auf Hitze oder Druck an den Vorderpfoten. Wegen der vielversprechenden Versuchsergebnisse hoffen die Forscher nun, dass auch länger bestehende Nervenverletzungen mit Hilfe der Wachstumshormone wieder repariert werden können. Die Frage, warum die Nerven des Zentralen Nervensystems überhaupt ein Hilfsmittel für ihre Wiederherstellung brauchen, bleibt indes auch weiterhin unbeantwortet. |
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| 21.01.2000 | Geron Bio-med - mit der Lizenz zum klonen | Bild der Wissenschaft | ||
| Das Unternehmen Geron Bio-med ist der Inhaber des ersten Patents für eine
Klonierungstechnik. Das prominenteste Ergebnis der patentierten Methode: Schaf Dolly, geboren 1996 in Schottland. Mit dem Patent liegen nun alle Rechte für die Nutzung der Klonierungsmethode in einer Hand, zumindest für die nächsten siebzehn Jahre. Das betrifft auch das Klonen von menschlichem Gewebe, das für Transplantationen genutzt werden soll. Die aus Stammzellen klonierten Ersatzteile haben den großen Vorteil, im Körper keine Abwehrreaktion auszulösen. Dollys wissenschaftliche Väter Keith Campbell und Ian Wilmut hatten die Lizenz zur Verwertung ihrer Klonierungsmethode dem Unternehmen Roslin Bio-med übertragen. Die Geron Corporation aus Kalifonien kaufte Roslin Bio-med letztes Jahr auf und nannte sich fortan Geron Bio-med. Geron-Bio-med kann auf langjährige Erfahrungen im Umgang mit Stammzellen zurückgreifen. Das weltweit erste Klonierungs-Patent ruft auch Kritiker auf den Plan. Sie halten die Kontrolle einer revolutionären medizinischen Technik durch eine kommerzielle Organisation für gefährlich. Zudem befürchten sie, die Entwicklung neuer Technologien zur Klonierung werde durch das Patent gebremst. |
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| 20.01.2000 | Wie Nerven wieder zusammenwachsen | Morgenwelt & Nature | ||
| Beschaedigte Nerven in der Wirbelsaeule koennen wieder zusammen- wachsen. Dazu bedarf es lediglich der richtigen Kombination so genannter "neurotrophischer Faktoren". Das sind Proteine, die die Nervenzellen zum Wachstum animieren. Britische Forscher haben jetzt erstmals beschaedigte Nervenzellen des Rueckgrads dazu gebracht, sich wieder zu verbinden. Das Experiment glueckte in Versuchen an Ratten. Den Tieren waren jene Nervenbahnen durchtrennt worden, die Sinnesreize zum Gehirn weiterleiten. Derartige Nerven wachsen in der Regel nicht nach, wenn sie durch Verletzungen die Verbindung zur Wirbelsaeule verlieren. Nach der gezielten Behandlung mit den Wachstums-Proteinen konnten die Tiere aber wieder Hitze und Druck empfinden. Bisher sei die Technik nur fuer eine spezielle Art der Wirbelsaeulen- verletzung geeignet, schraenken die Forscher ein. Sie sind jedoch zuversichtlich, das Prinzip auch auf andere Schaeden uebertragen zu koennen. |
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| 18.01.2000 | Elektronisches Auge für Blinde (Dobelle-Brille...siehe SciTech: Link, sowie die Nano-Sendung am 21.01.2000...siehe LINK und bei transhuman.de unter Termine : LINK) | Morgenwelt , BBC, IDW | ||
| Ein elektronisches Auge, das ueber Elektroden direkt mit dem Gehirn verbunden wird, soll Blinde wieder sehen lassen. Amerikanische Forscher haben auf diese Weise einem 62jaehrigen Blinden ermoeglicht, sich gefahrlos zu bewegen. Das elektronische Auge erlaubt es ihm sogar, fuenf Zentimeter grosse Buchstaben aus bis zu 1,5 Metern Entfernung lesen zu koennen. Der Patient war im Alter von 36 Jahren infolge eines Unfalls erblindet. Er hatte sich - zusammen mit einer zweiten Versuchsperson - im Jahr 1978 entschieden, an der Entwicklung des Auges teilzunehmen. Seitdem traegt er 68 Platin-Elektroden im Kopf, die direkt auf der Hirn-Oberflaeche enden. Sie leiten Reize an das Sehzentrum des Gehirns weiter. Diese Reize werden durch ein elektronisches Auge aufgefangen, das in ein Brillengestell eingebaut ist. Ein fuenf Kilo schwerer tragbarer Rechner uebersetzt die Impulse und leitet sie ueber die Elektroden ins Gehirn des Blinden. Anstelle eines Bildes koennen allerdings nur bis zu 100 Lichtflecken aus dem Blickfeld der Brille wahrgenommen werden. Die Lichtflecken ermoeglichen es immerhin, die Umrandung von Objekten zu erkennen. Das so erzeugte Bild soll dem Glitzern von Sternen hinter vorueber- ziehenden Wolken entsprechen. Die Entwickler haben angekuendigt, ihr elektronisches Auge noch in diesem Jahr offiziell auf den amerikanischen Markt bringen zu wollen. |
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| 14.01.2000 | Nachwachsende Blutgefäße statt Bypass-Operationen | Bild der Wissenschaft | ||
| US-Wissenschaftler haben einen körpereigenen Mechanismus entschlüsselt, der das Nachwachsen von Blutgefäßen steuert – damit könnte man eines Tages einen Bypass wachsen lassen, statt Venen aus dem Bein oder aus dem Reagenzglas zu transplantieren. Die Forscher des Beth Israel Deaconess Medical Center in Boston fanden heraus: Ein natürlich vorkommendes antibakterielles Peptid namens PR39 fördert das Wachstum neuer Blutgefäße, die so genannte
Angiogenese. Bei Mäusen, denen sie PR39 in den Herzmuskel injizierten, verdreifachte sich das Wachstum der Blutgefäße, so der Bericht im Fachblatt Nature
Medicine. "Am wichtigsten daran ist, dass die neuen Blutgefäße voll funktional waren", so Michael Simons, Kardiologe und Direktor des Angiogenesis Research Center am Beth Israel. PR39 erreicht dies durch einen vorher unbekannten Mechanismus. Das Peptid blockiert jene Stellen, die normalerweise ihrerseits das Wachstum von Blutgefäßen verhindern. Es setzt am so genannten Proteasom an, der zentralen Protein-Abbau-Fabrik der Zelle. Dort sorgt eine Schar von Zell-Proteasen normalerweise für den Zerfall des so genannten Hypoxie-induzierenden Faktors (HIF)-1alpha. Dieser wiederum ist normalerweise zuständig für das "Anschalten" verschiedener Gene, die mit dem Blutgefäßwachstum zu tun haben – darunter der Wachstumsfaktor VEGF und seine Rezeptoren. Durch die Blockade des natürlichen Zerfallsmechanismus' fördert dieses Peptid das Wachstum der Blutgefäße. "Im Gegensatz zu anderen Proteasom-Blockern scheint PR39 ziemlich selektiv für HIF-1alpha zuständig zu sein", so Simons, "damit minimieren sich wahrscheinlich die Nebeneffekte, die sonst bei anderen Proteasom-Blockern beobachtet werden." Auch stimuliert PR39 die Produktion von Rezeptoren einer anderen Familie von Wachstumsfaktoren für die Angiogenese, die so genannten Fibroblasten-Wachstumsfaktoren (FGF). Eine Kombination von VEGF und FGF zeigte sich in Versuchen wesentlich effektiver als jede der beiden Gruppen alleine, so Simons. Der neu entdeckte Mechanismus erklärt und verbindet möglicherweise zwei physiologische Vorgänge, bei denen der Körper selbst ein begrenztes Wachstum von Blutgefäßen auslöst: Hypoxie und Entzündung. Wissenschaftler gehen heute davon aus, dass Hypoxie – die schlechte Versorgung mit Sauerstoff im Blut, weil die Blutgefäße verstopft oder beschädigt sind – in begrenztem Maße Angiogenese auslöst, in dem ein "Hauptschalter-Gen" angeschaltet wird, welches HIF-1alpha produziert. Und auch Gewebereparatur und Entzündung kann Angiogenese auslösen, war bisher bekannt. Beispielsweise vermutet man, dass experimentelle Lasertherapie am Herzen nur funktioniert, weil diese nachfolgende Entzündungsprozesse die Angiogenese auslösen. |
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| 14.01.2000 | Hände und Unterarme transplantiert | Nano | ||
| Patient in Frankreich sei in einem guten Zustand Bei einer weltweit einmaligen Operation haben Ärzte einem 33-jährigen Franzosen in Lyon beide Hände und sowie die vorderen Teile der Unterarme eines Spenders angenäht. Die erfolgreiche Transplantation habe 17 Stunden gedauert, gab das Krankenhaus Edouard-Herriot in Lyon am Freitag bekannt. Patient und angenähte Körperteile seien in "stabilem und zufrieden stellendem Zustand"», teilten die Ärzte am Freitagnachmittag mit. Nach einer guten Nacht sei der westfranzösische Patient, der die Zähigkeit eines Marathonläufers habe, am Nachmittag wieder zu Bewusstsein gekommen, erläuterte Prof. Jean-Michel Dubernard. Die beiden Hände und die vorderen Teile der Unterarme sind gleichzeitig transplantiert worden, indem die Arterien, Nervenstränge sowie Sehnen, Muskeln und Haut angenäht wurden. Zuvor waren nach den Angaben der Ärzte die Knochen der Unterarme angesetzt worden. Zur Verminderung einer Abstoßungsreaktion wurden vier der stärksten Medikamente eingesetzt. |
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| 14.01.2000 | Nanotechnologie gegen Krebs | Morgenwelt, Charité Berlin | ||
| An
der Berliner Charité sind Vorbereitungen angelaufen, um die ersten Krebspatienten mit Hilfe der Nanotechnologie zu behandeln. Dafuer sollen millionstel Millimeter kleine Eisenoxyd-Teilchen in den Koerper geschleust werden. Von Zuckermolekuelen umhuellt, werden sie in Wasser geloest und als magnetisierbare Fluessigkeit in den Tumor gespritzt. Dort sollen sie fuer die gezielte Erwaermung von Krebstumoren eingesetzt werden. Tumorzellen koennen wie jedes menschliche Gewebe durch Erwaermung ueber 40 Grad Celsius erheblich geschaedigt werden. Die gezielte Erhitzung wird deshalb in der Krebsbekaempfung als so genannte Hyperthermie seit langem genutzt. Der Erfolg ist bisher aber oft unvollkommen: Es gelingt haeufig nicht, den Tumor in allen Teilen gleichmaessig zu erwaermen. Deshalb planen die Berliner Forscher, zur Erwaermung des Tumors anstelle von Elektrizitaet ein magnetisches Wechselfeld einzusetzen. Die magnetischen Wechselfelder erhitzen gezielt das Eisenoxyd in den Tumoren. Dabei entstehen Temperaturen von 45 bis 47 Grad Celsius. Gesundes Gewebe um den Tumor herum erwaermt sich nur unwesentlich, sagen die Forscher. Bei Maeusen konnten sie auf diese Weise bereits grosse Brusttumore innerhalb von einer halben Stunde voellig einschmelzen. Abgebaut werden die benutzten Eisenteilchen in Milz und Leber. Das Eisenoxyd wird in ionische Formen umgewandelt und zum Beispiel in rote Blutkoerperchen eingebaut und nach Monaten ausgeschieden. Die erste Anwendung am Menschen wird sich auf spezielle Gehirntumore, Glioblastome, richten, fuer die es bisher keine Heilung gibt. Der Eingriff soll gegen Mitte des Jahres erfolgen. Die Berliner Charité gehoert zu einem der sechs vom Bundesforschungsministerium gefoerderten sogenannten Kompetenzzentren fuer die Anwendung von Nanotechnologien. |
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| 14.01.2000 | Bald erster geklonter Hundewelpe | Bild der Wissenschaft | ||
| Wenn der Hund stirbt, ist der Schmerz groß. „Schließlich war der Waldi so ein braver Hund – und so reinlich! Er mochte Kinder genauso wie sie ihn mochten. Ach, er ist unersetzlich.“ So dachte wohl auch ein vermögendes Ehepaar aus Texas, stolze Besitzer des nun zwölfjährigen Collie-Mischlings
Missy. Im Sommer 1998 beauftragten sie darum den Forscher Mark Westhusin von der Texas A&M University, ihren Liebling zu klonen. Für das sogenannte “Missyplicity
Project” stellten sie 2,5 Millionen Dollar zur Verfügung. In Kürze soll es soweit sein. Westhusin ist es gelungen, Hundezellen zu klonen und in eine Leihmutter zu implantieren. Jetzt warten die Forscher nur noch auf die Geburt des genetischen Duplikats von
Missy. Doch Westhusin denkt bereits weiter. Im Februar möchte er ein rund 1000 Dollar teures “Do-it-yourself-kit” zum Klonen von Haustieren auf den Markt bringen. Die Tierbesitzer können dann gleich selbst ihrem Liebling eine Zellprobe aus dem Mund entnehmen und sie für 50 Dollar Jahresgebühr auf einer Genbank hinterlegen. Stirbt der Vierbeiner, liefern die Forscher innerhalb weniger Monate Nachschub – falls die Technologie bis dann reif für die Massenproduktion ist. Glaubt man den Experten, soll die Nachfrage nach geklonten Haustieren riesig sein. Wird nun also das Waldi-Kopieren zur ersten praktischen Anwendung der Klonierungstechnik? Schließlich beschwichtigten die Forscher mit ganz anderen Zukunftsvisionen, als vor bald zwei Jahren eine hitzige Debatte um das erste geklonte Tier, das Schaf Dolly, entbrannte. Besonders in der Medizin locken gewichtige Anwendungen. So sollen geklonte Schafe, Ziegen und Rinder Medikamente in ihrer Milch produzieren. Auch die Transplantation wollen die Klonforscher revolutionieren: Der Patient der Zukunft erhält genetisch absolut identische Organe. Damit würden Abstossungsreaktionen unterbleiben, welche heute trotz Immunosuppressiva die neuen Organe nach einigen Jahren zerstören. |
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| 06.12.1999 | Kryonik in Deutschland | De:Trans | ||
| Die
Deutsche Gesellschaft für Transhumanismus e.V. (http://www.transhumanismus.de)
lädt zur Diskussion ein: "Inwieweit ist es möglich, in Deutschland eine Kryonik-Organisation zu gründen ?". Wer Interesse hat, mitzudiskutieren, sollte sich an Thorsten Nahm (listadmin@transhumanismus.de) wenden. |
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| 01.12.1999 | Chromosom 22 entschlüsselt (Medizin) | Nano | ||
| Das erste der 23 Chromosomen ("gefärbte Körperchen"), die die menschliche Erbinformation tragen, ist entschlüsselt. Das meldeten Forscher des Sanger-Zentrums in Cambridge, die an dem "Human genome project" zur Entschlüsselung des menschlichen Erbguts beteiligt sind. Chromosom 22 ist der kleinste der menschlichen Erbinformationsträger. Bis zum Sommer wollen Forscher das gesamte menschliche Erbgut entschlüsselt haben. In ihren Händen halten die Forscher dann allerdings nur eine Reihe von A, C, G und T - den Bezeichnungen für die vier Basen, die für den Menschen kodieren. Was darauf folgt, ist die Entschlüsselung: Welcher Teil davon ist für welches menschliche Eiweiß und damit für welches Merkmal zuständig? |
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| 01.12.1999 | Neues Hörgerät implantiert (Medizin) | Nano | ||
| In Tübingen wurde einem Patienten das weltweit erste voll implantierte Hörgerät eingesetzt. Das Gerät wird oberhalb des Gehörgangs am Schädelknochen festgeschraubt. Von außen ist es nicht sichtbar. Das Implantat besteht aus drei Teilen: Ein Mikrofon wandelt den Schall in elektrische Impulse um. Das Hauptmodul, das auch die Batterie enthält, verstärkt die Signale und leitet sie an einen Wandler, der sie als kleine Stöße an die Ohrknöchelchen weiterleitet. Das Implantat bietet im Vergleich zu herkömmlichen Hörgeräten einen größeren Tonumfang und weniger Störgeräusche. Die Kosten von 60.000 Mark übernehmen bislang nur private Krankenkassen. Mit den gesetzlichen wird derzeit noch verhandelt. |
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| 30.11.1999 | Altern - Neue Technologien erhöhen Lebensalter (Medizin) | Lifescience/dpa | ||
| In 50 Jahren wird es nach Ansicht von Zukunftsforschern 2,2 Millionen Hundertjährige geben. Das ist eine der zehn Prognosen, die von der World Future Society unter die Top Ten der plausibelsten Voraussagen gewählt wurde. Verglichen mit den heutigen 135000 Senioren im Alter von mehr als 100 Jahren würde sich die Zahl bis 2050 um das 16fache erhöhen, berichtete die in Bethesda bei Washington ansässige Organisation der Zukunftsforscher am Montag. Zur längeren Lebenserwartung könnten neue Technologien beitragen, die die Futorologen ebenfalls vorhersehen: Im Jahr 2010 werden demnach Bio-Monitoren, die Armbanduhren ähneln, ihren Trägern aktuelle Daten über den Gesundheitszustand liefern. Körperliche und mentale Übungen sollen Menschen dabei helfen, chronische Schmerzen, Depressionen, die Abhängigkeit von Medikamenten und sogar Schizophrenie zu bekämpfen. Zum Wohlbefinden könnten auch winzige Mikrochips beitragen, die in den Unterarm eingepflanzt werden - sie können Kommandos an Computer senden, die Temperatur und Licht in intelligenten Gebäuden steuern. Die Top-Ten-Prognosen verheißen aber nicht nur Positives: Im 21. Jahrhundert müsse man mit weit verbreiteter Unfruchtbarkeit und sinkenden Geburtenraten rechnen. Das Bevölkerungswachstum werde sich bis 2035 einpendeln, die Zahl der Haustiere hingegen dürfte dramatisch zunehmen, hieß es. Wasserknappheit könnte in 25 Jahren eine Milliarde Menschen bedrohen. Der Fleischverzehr werde sich bis 2050 verdoppeln. Und Bauern würden als «genetische Ingenieure» nicht nur Nahrungsmittel, sondern auch Impfstoffe produzieren. |
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| 29.11.1999 | Transplantationen kuenftig einfacher (Medizin) | Morgenwelt/BBC | ||
| Britische Forscher haben ein neues Verfahren fuer Transplantationen entwickelt, welches ohne das Immunsystem unterdrueckende Medikamente auskommt. Derartige Praeparate werden bisher benoetigt, damit der Koerper des Empfaengers das fremde Organ nicht abstoesst. Die Medikamente muessen von den Organ-Empfaengern meist jahrelang eingenommen werden und belasten ihren gesamten Organismus. Forscher aus Cambridge entwickelten jetzt ein neues Verfahren, bei dem das Immunsystem des Organ-Empfaengers nur kurzfristig ausgeschaltet wird. Dafuer muss lediglich eine einzelne neue Arznei injiziert werden, die praktisch alle Immunzellen abtoetet. Wenn sich der Koerper nach der Operation wieder erholt, koennen die sich neu bildenden Immunzellen das empfangene Organ nicht als fremd erkennen. Das neue Medikament ist bereits an 30 Patienten getestet worden. Dabei sollen deutlich weniger Komplikationen als bei herkoemmlichen Operationen aufgetreten sein. Die bisherige Abstossungs-Quote von 40 Prozent bei Nieren- Verpflanzungen koennte beispielsweise auf die Haelfte reduziert werden, hoffen die Forscher. |
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| 29.11.1999 | Gedaechtnis-Entstehung erstmals 'fotografiert' (Biologie) | Spektrum der Wissenschaft | ||
| Schweizer Wissenschafter haben sich erstmals per Elektronenmikroskop von den Veraenderungen an Nervenzellen im Gehirn, die fuer die Anlage des Langzeit-Gedaechtnisses verantwortlich sind, im wahrsten Sinne des Wortes 'ein Bild machen' koennen. Die Forscher konnten an Gehirngewebe von Ratten belegen, dass das Langzeit-Gedaechtnis auf der Bildung von zusaetzlichen Bindungsstellen (Synapsen) zwischen Neuronen (Nervenzellen) beruht. Diese Arbeiten liefen im Rahmen des internationalen Human Frontier Science Program, das 1989 von den G7-Staaten ins Leben gerufen wurde. |
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| 25.11.1999 | Jungbrunnen fuer Maeuse (Biologie, Medizin) | Spektrum der Wissenschaft | ||
| Der Traum von einem langen Leben ist fuer einige Maeuse Wirklichkeit geworden. Wissenschaftler haben festgestellt, dass eine einzige Gen-Mutation das Leben von Maeusen verlaengern kann. Die mutierten Tiere lebten bis zu einem Drittel laenger, ohne dass ein erkennbarer Schaden durch die Mutation festgestellt werden konnte. Im Gegenteil, durch die Veraenderung des Erbguts konnten DNA-schaedigende Substanzen den Tieren weniger anhaben. |
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| 24.11.1999 | Staub in der Nanowelt (Chemie, Technik) | Spektrum der Wissenschaft | ||
| In der Nanowelt, in der die Objekte nur ein millionstel Millimeter gross sind, erscheinen Teilchen, die mit blossem Auge zu erkennen sind, wie Felsbrocken. Doch fuer einen amerikanischen Wissenschaftler war so ein kleines Koernchen der Fels des Anstosses, eine Technologie zu entwickeln, mit der man noch besser ultrakleine Strukturen in Plastik erzeugen kann/Lithoghraphically Induced Self Assembly (LISA). Die Entdeckung gibt erstaunliche Einblicke in das Verhalten von Material im Nanomassstab, und koennte in einer Zeit, in der nach immer kleinerer Technologie geforscht wird, den Weg in eine neue Generation von Miniaturprodukten ebnen. |
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| 19.11.1999 | DNA-Baukasten (Biologie, Chemie) | Spektrum der Wissenschaft | ||
| Wer sich mit dem Erbmolekuel DNA auskennt, kann mehr als Gene veraendern: Forscher um Guenter von Kiedrowski vom Lehrstuhl fuer Bioorganische Chemie der Ruhr-Universitaet Bochum nutzen diese Doppelschraubenmolekuele zum Beispiel, um daraus mikroskopisch kleine, geometrische Objekte aufzubauen. Zylinder, Quadrate und Tetraeder, die durch DNA zusammengehalten werden - vielleicht, so die Hoffnung der Forscher, einmal Bausteine fuer winzige Maschinen, die sich sogar selbst vervielfaeltigen koennen. |
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| 29.10.1999 | Kunstherz ohne Kabel (Medizin) | Spektrum der Wissenschaft | ||
| Zwei amerikanische Chirurgen pflanzten einem Patienten im Herzzentrum Bad Oeynhausen erstmals ein vollstaendiges Kunstherz ein. Das Geraet heisst 'Lion Heart' - Loewenherz - und braucht keine Stromversorgung von ausserhalb des Koerpers. Der Patient hat den Eingriff gut ueberstanden. |
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| 28.10.1999 | Guter Durchlass in engen Roehren (Medizin) | Spektrum der Wissenschaft | ||
| Eine gute Neuigkeit fuer alle Menschen, die sich spaeter einmal einer Bypass-Operation unterziehen muessen: Amerikanische Wissenschaftler haben einen kuenstlichen Aderersatz aus natuerlichen Materialien geschaffen, der sich zumindest in Tierversuchen sehr gut bewaehrt hat. Das besondere an den neuen kuenstlichen Gefaessen ist, dass sie fuer koerpereigene Zellen wie ein Geruest wirken, und bereits nach drei Monaten von natuerlichen Gefaessen bezueglich Struktur und Reaktionen auf gefaessverengende Mittel kaum noch zu unterscheiden sind. Und die bei synthetischen Gefaessen drohende Gefahr der Verstopfung besteht auch nicht mehr. |
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| 22.10.1999 | Ein kuenstliches Vermaechtnis (Biologie, Medizin) | Spektrum der Wissenschaft | ||
| Aus verschiedenen Gruenden kann es wuenschenswert sein, neue Gene in einen Organismus zu bringen. Diese koennen dann entweder in normale Koerperzellen geschleust werden oder aber in die Keimzellen. Erfolgt der Eingriff an den Keimzellen, dann werden die Eigenschaften auch an die Nachkommen weitergegeben. Zum ersten Mal wurde jetzt nicht nur eine Gensequenz, sondern ein ganzes, kuenstlich erzeugtes Chromosom in einem Saeugetier erfolgreich in Maeuse verpflanzt und von denen auf die natuerlichste Art und Weise weitervererbt. |
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| 01.10.1999 | Gute Sicht durch Mikro-Endoskope (Medizin, Technik) | Spektrum der Wissenschaft | ||
| Die Mikrotherapie kann immer praeziser einzelne, bisher 'unsichtbare' Feinstrukturen des menschlichen Koerpers sichtbar und damit operierbar machen. Feinste Sonden und Instrumente zwischen 0,1 und einem Millimeter ermoeglichen bisher undenkbare Operationen, Medikamente koennen millimetergenau gespritzt werden, z.B. direkt neben Nervenfasern oder dem Rueckenmark. Am Ort der Erkrankung wird hochpraezise operiert oder es werden hochwirksame Dosierungen injiziert, der Rest des Organismus bleibt verschont. Dazu ist allerdings eine Voraussetzung zu erfuellen: Der Arzt muss mit modernen computer-gestuetzten Verfahren 'sehen', wo er gerade operiert. Bei ihm liegt es auch, das am besten geeignete bildgebende Verfahren auszusuchen. |
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| 14.09.1999 | Nanotechnik erobert molekulare Medizin (Biologie, Medizin) | Spektrum der Wissenschaft | ||
| Winzige Silikonkapseln sollen frisch transplantierte Zellen vor dem Abwehrsystem des Koerpers schuetzen. Das zumindest hoffen die Entwickler der Stecknadel-grossen molekularen "Behaeltnisse" an der amerikanischen Ohio State University. Von der Bio-Nano-Technologie duerften vor allem Menschen mit Diabetes profitieren. |
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| 09.09.1999 | Klein, aber oho! (Chemie, Technik) | Spektrum der Wissenschaft | ||
| Es sind molekulare Motoren, die Bakterien und Protozoen in die Lage versetzen, sich in ihren Lebensumgebungen zu bewegen. Beim Menschen sind sie fuer Ablaeufe unverzichtbar, die von der Muskelkontraktion und dem intrazellulaerem Transport bis zur Spermienfortbewegung reichen. Jetzt wurde ein Prototyp eines solchen molekularen, chemisch angetriebenen Motors entworfen und konstruiert, um an ihm das Verstaendnis der natuerlichen Ablaeufe zu ueberpruefen. |
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| 07.09.1999 | Die Quelle des schaedlichen Sauerstoffs (Biologie, Medizin) | Spektrum der Wissenschaft | ||
| Amerikanische Wissenschaftler haben eine neue Familie von Enzymen entdeckt, die beim abnormalen Zellwachstum eine grosse Rolle zu spielen scheinen. Unkontrollierte Zellwucherungen treten sowohl bei Krebs als auch einigen Formen von Herz-Kreislauf-Erkrankungen auf. Die nun identifizierten Enzyme scheinen Sauerstoff in sogenannten 'reaktiven Sauerstoff' umzuwandeln, welcher schon lange im Verdacht steht, Schaeden am Erbgut zu verursachen und im Zusammenhang mit Alterungsprozessen zu stehen. Im Tierversuch konnten durch das Einbringen der Enzym-DNA in Maeusezellen krebserregende Zellen produziert werden. |
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| 01.09.1999 | Die Wege der Gedanken (Biologie, Medizin) | Spektrum der Wissenschaft | ||
| Dem menschlichen Gehirn bei der Arbeit zuschauen - moderne bildgebende Verfahren machen seit einigen Jahren moeglich, was frueher undenkbar erschien. Zuerst zeigten uns Tomographen, welche Hirnzentren bei bestimmten Aufgaben aktiv sind, und jetzt koennen Wissenschaftler auch messen, wo die verbindenden Nervenfasern zwischen diesen Regionen verlaufen. Mit einer besonders raffinierten Form der Magnetresonanztomographie verfolgen sie die zufaelligen Bewegungen des Wassers im Gehirn und ermitteln so die Lage der Nervenbahnen. |
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| 06.08.1999 | Ein Molekuel, mit dem Stammzellen jung bleiben (Biologie, Medizin) | Spektrum der Wissenschaft | ||
| Forscher haben ein Molekuel entwickelt, das den Stammzellen des Blutes - den urspruenglichsten undifferenzierten Zellen, die sich im Knochenmark bilden - ermoeglicht, sich unter Vermeidung des Reifungsprozesses in einem Reagenzglas zu vermehren. Bisher hatte diese Reifung eine genaue Untersuchung der Eigenschaften dieser Zellen verhindert. Damit koennen vielleicht auch neue Erkenntnisse ueber den therapeutischen Nutzen dieses Zelltyps gewonnen werden. |
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| 05.08.1999 | Eine lernfaehige kuenstliche Hand (Medizin, Technik) | Spektrum der Wissenschaft | ||
| Japanische Wissenschaftler haben einen Chip entwickelt, der in Zukunft Patienten mit Handprothesen das Leben wesentlich erleichtern koennte. Dieser Chip kann sich den Beduerfnissen des jeweiligen Patienten flexibel anpassen. Durch einen genetischen Algorithmus ist der Chip in der Lage zu lernen, und so die Faehigkeiten einer kuenstlichen Hand staendig weiterzuentwickeln. |
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| 02.07.1999 | Kristalline Gene (Biologie, Chemie) | Spektrum der Wissenschaft | ||
| Wenn Gefahr droht, dann reagieren Tiere mit Flucht, Kampf oder 'Einfrieren' - dem sogenannten Totstellreflex. Bakterien geben letzterem eine voellig neue Bedeutung. Sie haben ein Protein, das bei Nahrungsmangel oder in Gegenwart von schaedigenden Chemikalien dazu fuehrt, dass ihre Gene auskristallisieren. Dieser Prozess koennte zur Konservierung von genetischem Material oder Enzymen von Nutzen sein. |
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| 01.07.1999 | Selbstheilende Halbleiter (Physik, Technik) | Spektrum der Wissenschaft | ||
| Die
Faehigkeit, kleine Wunden ohne Hilfe von aussen selbst zu heilen, gehoert zu den bemerkenswerten Besonderheiten lebender Organismen. Aber auch einfachere Systeme sind manchmal in der Lage, Defekte wieder zu reparieren. So wandern bei einem bestimmten Halbleiter Atome im Kristallgitter umher und beheben die Schaeden. |
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| 03.06.1999 | Das Immunsystem wird ausgetrickst (Biologie, Medizin) | Spektrum der Wissenschaft | ||
| Selbst wenn ein fremdes Organ dem Organismus, in den es verpflanzt wird, sehr aehnlich ist, treten meist Schwierigkeiten auf. So ist es keine leichte Aufgabe, das menschliche Immunsystem davon zu ueberzeugen, Organtransplantate zu ignorieren oder gar zu akzeptieren. Der Koerper kann erstaunlich aggressiv gegen fremdes Gewebe vorgehen, was auch in Anbetracht der wenigen fuer eine Transplantation verfuegbaren Organe sehr problematisch ist. Es wird daher laufend nach neuen und effektiven Moeglichkeiten gesucht, diese Immunabwehr zu unterdruecken. Jetzt haben amerikanische Wissenschaftler einen in dieser Weise wirkenden Antikoerper gefunden, der nicht nur bisher keine Nebenwirkungen hervorrief, sondern auch nur in laengeren Abstaenden oder nach einer Anfangsphase garnicht mehr verabreicht werden muss - zumindest bei Affen. |
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| 02.06.1999 | Verlorener Kontakt im Rueckenmark - nicht fuer immer (Biologie, Medizin) | Spektrum der Wissenschaft | ||
| Werden bei Ratten periphere Nerven durchtrennt, wachsen sie von selbst wieder zusammen - aber im Rueckenmark geschieht das nicht. Bislang nahmen Wissenschaftler an, der Unterschied wird durch die verschiedenen Umgebungen verursacht. Doch neuen Experimenten zufolge werden bei einer Verletzung im Rueckenmark nur nicht die Signale zur Regeneration ausgeloest, ansonsten ist sie ebenfalls heilbar. |
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| 28.05.1999 | Das Geheimnis des schnellen Alterns (Biologie, Medizin) | Spektrum der Wissenschaft | ||
| Eine Studie amerikanischer Forscher, die sich mit der sehr seltenen Krankheit des beschleunigten Alterns befasst, koennte dazu beitragen, auch den Vorgang des normalen Alterns besser zu verstehen. Nach ihren Erkenntnissen wird die rasante Zellalterung vor allem durch den Mangel an antioxidierenden Enzymen hervorgerufen. So koennen freie Radikale ungehindert den Zellen schaden. |
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| 25.05.1999 | Ein kuenstlicher Muskel aus Nanoroehrchen (Chemie, Physik, Technik) | Spektrum der Wissenschaft | ||
| Das Zauberwort der Technikbegeisterten heisst zur Zeit 'Nanotechnologie'. Und einer der Favoriten aus dem Miniaturbaukasten sind die Nanoroehren. Mit diesen winzigen Kohlenstoffstaebchen liesse sich im Prinzip eine Menge anfangen, da sie ueber einzigartige elektrische und mechanische Eigenschaften verfuegen. Die neueste Ueberraschung der Roehrchen ist ihre unterschiedliche Kontraktion beim Anlegen einer geringen Spannung. Ein mit Nanoroehrchen bekleideter Polymerfilm kruemmt sich durch solche kuenstlichen 'Muskeln' wie ein Arm. |
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| 20.05.1999 | Prothesen parieren Phantomschmerzen (Biologie, Medizin) | Spektrum der Wissenschaft | ||
| Ausgekluegelte kuenstliche Gliedmassen koennten fuer Menschen, denen ein Arm oder Bein fehlt, mehr tun, als nur einige ihrer Faehigkeiten wiederherstellen. Die Verwendung sogenannter 'myo-elektrischer Prothesen', die elektrische Signale vom Stumpf aufnehmen, um etwa eine fehlende Hand zu steuern, kann das Auftreten von 'Phantomschmerzen' verhindern - das Gefuehl, dass das fehlende Gliedmass schmerzt, auch wenn es nicht mehr vorhanden ist. |
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| 08.04.1999 | Die Wacht am Hirn (Biologie, Medizin) | Spektrum der Wissenschaft | ||
| Uebergaenge sind haeufig sensible und gut kontrollierte Gebiete. So auch zwischen Blut und Gehirn. Diese Grenze wird von der Blut-Hirn-Schranke bewacht: Sie verwehrt grossen Proteinen und elektrisch geladenen Molekuelen den Zugang zum zentralen Nervensystem - schon lange ein Problem fuer die Medizin. Denn zu den Teilchen, die keinen Passagierschein bekommen, gehoeren auch viele gerade dort benoetigte Medikamente. Jetzt haben Wissenschaftler Hinweise auf die Funktionsweise einer 'Hintertuer' ins Gehirn gefunden - vielleicht mit positiven Folgen fuer die Behandlung von Krebs, AIDS und anderen Krankheiten, die das Gehirn betreffen. |
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| 29.03.1999 | "Ewiges Leben" | von Bettina Bandel | Spiegel | |
| Eine Quallenart hat den Tod überwunden. Es altert, stirbt aber nicht, denn seine Zellen werden wieder jung und beginnen dann ein neues Leben. | ||||
| 04.03.1999 | "Chromosomen-Enden beeinflussen Gesundheit und Lebenserwartung" | von Wawrzinek, DePinho, Rudolph | Bild der Wissenschaft | |
| Telomere, Altern und Krebs | ||||
| 07.01.1999 | "Gesunde Unsterblichkeit" | Spektrum der Wissenschaft | ||
| Das Enzym Telomerase kann Zellen unsterblich machen......! | ||||
| 27.09.1996 | "Neue Flüssigkeit konserviert Spenderorgane" | Bild der Wissenschaft | ||
| Südafrikanische Forscher haben eine neue Flüssigkeit zur Konservierung von Spenderorganen entwickelt.....! | ||||
Ó Sven Haferkamp 27.04.2000 webmaster@extropie.de [Home] [Menü]