Video 5

0:00-0:45 Jenseitsreisen - Erfahrungen an der Grenze des Todes 45 min 2000
  Gibt es das Licht am Ende des Tunnels wirklich ? Läuft vor dem Tod das eigene Leben im Zeitraffer ab ? Ärzte, Forscher und Patienten, die dem Tod ins Auge geblickt haben, versuchen Antworten auf die existentiellsten Fragen der Menschheit zu geben.

Wie für Arte üblich lässt die Sendung zu wünschen übrig. Die Aussagen der "Patienten" sind einfach zu blumig und bleiben undokumentiert......die Erzählung einer Patientin, sie habe eine Erfahrung erlebt obwohl das EEG Null anzeigte ist kein Beweis für ein Leben nach dem Tod. Ich Fachkreisen hört man immer wieder Zweifel an der Genauigkeit dieser Geräte. Vor allem in der Diskussion über den genauen Zeitpunkt des Todes bei Organspendern (Hirntoten) aber auch bei Messungen bei Koma-Patienten treten diese Mängel ins Rampenlicht. Es gibt noch mehr anzuzweifeln, wie z.B. das Zeitempfinden im Augenblick des Todes, etc.

Arte  
0:45-1:30 Abenteuer Forschung - Mikrokosmos 45 min 1999
  Durch immer bessere Mikroskope eröffnet sich uns eine völlig neue Welt. Wir können 
Abläufe in der Natur beobachten, die nicht immer mit unseren bisherigen Erfahrungen 
übereinstimmen. Inzwischen ist man in den Bereich von einem millionstel bis milliardstel 
Meter, in die Größenordnung von Molekülen, ja Atomen vorgestoßen. Auch hier versucht der 
Mensch, technisch Fuß zu fassen. Er entwickelt mit steigendem Erfolg die Mikro- und 
Nanotechnologie. Es werden Werkzeuge und Maschinen entwickelt, die es vor Ort zum Beispiel 
erlauben sollen, Operationen in den feinsten Adergeflechten unseres Körpers durchzuführen. 
Phantastische Aufnahmen aus diesem Bereich dokumentieren dieses Abenteuer der Forschung. 
ZDF  
1:30-2:15 Futura -1- Nach uns die Roboter  45 min 2000
  "Aufbruch ins Dritte Jahrtausend - Nach uns die Roboter". Wie utopisch sind Visionen à la "Blade Runner" heute ? Für Forscher wie Hans Moravec gar nicht. Er sieht den Menschen als Auslaufmodell, der vom Roboter abgelöst wird.  BR  
2:15-3:15 Denkzeit - Der neue Mensch 60 min 2000
  Der neue Mensch - Wie sich Menschen
und Gesellschaften durch die Gentechnik verändern

u.a. mit Prof. Gregory Stock 

B-Alpha  
3:15-Ende Futura -2- Schöpfer Mensch 45 min 2000
  Im Mittelpunkt der zweiten Folge der dreiteiligen Reihe "Futura" steht die Frage nach den 
Perspektiven der Erforschung des menschlichen Lebens. Ob das 21. Jahrhundert das der 
Roboter oder das des genmanipulierten Menschen sein wird, kann heute niemand entscheiden. 
Die Gentechnik hat Zündstoff für heiße Diskussionen angehäuft, ob es dabei um die 
Gendiagnostik, um die genetische Verbesserung des Menschen oder um das Klonen geht.
Um 1900 hatte man gerade die Vererbungsgesetze von Gregor Mendel wiederentdeckt. Damals 
vermutete ein Autor in der "Gartenlaube", "dass die Zeit der physiologischen 
Vervollkommnung und Entwicklung des Menschen sicher noch kommen werde".
1953 entdeckten der Amerikaner James Watson und der Engländer Francis Crick ein Geheimnis 
des Lebens, die Struktur des Erbmoleküls DNS. In wenigen Jahren soll der genetische 
Bauplan des Menschen vollständig entziffert sein, durch das Humangenom-Projekt. Einer 
der Initiatoren des Human-Genom-Projektes, Charles Cantor, zu den Perspektiven: "Wir 
wissen heute genug über das menschliche Genom, um es auch zu verändern. Nach meiner 
Meinung dürfen wir das nicht nur, wir müssen es sogar."
Das Klonen menschlicher so genannter Stammzellen führt in eine neue Dimension des Streits 
um Gentechnik. Embryonale Stammzellen zur Behandlung von degenerativen Erkrankungen wie 
Parkinson oder Multipler Sklerose, Erzeugung von Gewebe für die Transplantationsmedizin: 
Deutsche Forscher sind in internationaler Zusammenarbeit zu Ergebnissen gelangt, die hier 
zu realistischen Hoffnungen berechtigen. In Deutschland darf allerdings mit menschlichen 
embryonalen Stammzellen nicht geforscht werden, und so könnten ausländische Kollegen die 
Früchte der Arbeit ernten. Das befürchtet Oliver Brüstle von der Universität Bonn.
Die Firma Sequenom in Kalifornien, eine deutsch-amerikanische Gentechnikfirma, arbeitet 
erfolgreich an Systemen der Gendiagnostik. Gendiagnostik - für viele ein Reizwort: Die 
vollständige Durchleuchtung des Individuums. Und in der Tat liegt im Wissen um die 
genetische Konstitution von Menschen gesellschaftspolitischer Zündstoff. Doch bei 
Herz-Kreislauf-Erkrankungen zum Beispiel sieht Sequenom große Präventions-und 
Therapiechancen. Die Medizin wird in vielen Fällen nur vorankommen, wenn die genetische 
Basis von Gesundheit und Krankheit geklärt ist.
Die entscheidende Frage wird sein, wer über das genetische Wissen verfügt und wie eine 
Gesellschaft damit umgeht. In den USA ist dieses Thema gegenwärtig bereits brisant. 
Juristen fordern, Eltern zu verpflichten, alles zu tun, um die Geburt von Kindern mit 
genetischen Schäden zu verhindern. Lori Andrews, Rechtswissenschaftlerin in Chicago, 
sieht in solchen Forderungen das Unheimliche, die dunkle Seite der Gentechnik.
Robert Plomin, Verhaltensgenetiker an der Universität London vermutet, dass es nur eine 
Frage der Zeit ist, bis man die Gene für Intelligenz gefunden haben wird.. Sein Kollege 
Joe Tsien von der Universität Princeton hat immerhin bei Mäusen schon die Lernfähigkeit 
genetisch verbessert. Der gentechnische Weg zu einem Albert Einstein, dem einst wohl 
berühmtesten Wissenschaftler in Princeton, dürfte allerdings noch weit sein.
Lee Silver
ebenfalls aus Princeton, sieht durch Gentechnik die menschliche Spezies auseinander 
driften, in zwei Arten, die sich nicht mehr miteinander fortpflanzen können. Gerade die 
Mittelschicht - so Lee Silver - tut alles, um ihren Kindern bessere Lebenschancen zu geben. 
Mag man dies auch für reine Spekulation halten: Wie in manchen anderen Bereichen auch 
könnte sich die Kluft zwischen den Armen und den Reichen auf dieser Erde durch 
Genforschung gewaltig vertiefen.
Jede Zeit, jede Kultur, jede Gesellschaft definiert neu, was ethisch erlaubt ist. 
In Deutschland droht der Blick für die Chancen der Gentechnik verloren zu gehen, 
wegen der historischen Belastung durch die Erbgesundheits-Ideologie des 
Nationalsozialismus. Die Würde des Menschen sollte unantastbar bleiben - doch auch 
seine Gene?
Robert Edwards, Erzeuger des ersten Retortenbabys, fürchtet sich nicht 
vor der genetischen Verbesserung des Menschen, doch er mahnt zur allergrößten Vorsicht 
bei diesem Tun.
BR  

 

Ó Sven Haferkamp 26.04.2000  webmaster@extropie.de       [Home]