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0:00-0:45 Zwischen Heute und Morgen - Wissenschaft und Technik auf dem Sprung ins 3. Jahrtausend Folge 5: Hirngespinste - Auf der Suche nach dem Bewußtsein 45 min 2000
  Menschen sind sich ihrer bewußt. Jedenfalls meist. Seit jeher beschäftigen sich Philosophen mit dem Rätsel vom Bewußtsein. Seit kurzem haben sich Naturwissenschaftler aller Sparten dazugesellt: Neurobiologen, Mediziner, Psychologen und Biochemiker fahnden mit ihren Methoden nach dem, was das Bewußtsein des Menschen ausmacht.
Dabei gibt es in der Wissenschaft kaum einen umstritteneren Begriff als das Bewußtsein. Und so spekulieren die Forscher, stellen die unterschiedlichsten Theorien auf und ersinnen Methoden, wie sie diesen eigentümlichen Geisteszustand fassen können.
Sie versuchen Hirnprozesse zu identifizieren, die mit Bewußtsein zu tun haben könnten - wie etwa Wahrnehmung, Aufmerksamkeit und Gedächtnis. Und sie untersuchen, was passiert, wenn das Bewußtsein ausgeschaltet wird im Schlaf oder unter Narkose. Und sie beobachten ratlos, wenn Krankheiten oder Unfälle die Hirnstrukturen lahmlegen, die für bewußtes Erleben zuständig sind.
In ihrem Film Hirngespinste - Auf der Suche nach dem Bewußtsein beschreibt die Autorin Claudia Heiss eine Reise durch die Labors der Bewußtseinsforscher in Europa und den USA, wo Forscher zu entschlüsseln trachten, was bisher wissenschaftlich unzugänglich blieb: Wie entstehen im Gehirn aus materiellen Vorgängen die geistigen Eindrücke von Düften, Farben und Gefühlen ? Wie steht es mit dem Bewußtsein anderer Lebewesen? Wozu haben wir überhaupt ‚innere Erlebnisse'? Können Nervenzellen tatsächlich so etwas abstraktes erzeugen wie das ‚Ich'? Schließlich bezweifeln einige Forscher sogar, daß es so Etwas, wie den ‚freien Willen' überhaupt gibt.
HR  
0:45-1:45 Christiane Christiansen - Sind bald alle Krankheiten heilbar ? 60 min 2000
  Experten sind optimistisch: in zehn Jahren wird Krebs gezielt behandelt werden können. Auch Allergien und Autoimmunkrankheiten sollen dann zu heilen sein. Und Blinde werden begrenzt sehen und Taube hören können. Sind bald alle Krankheiten heilbar? Auf dem größten Ärztekongreß aller Zeiten "Medicine meets Millennium" in Hannover diskutieren mehrere hundert renommierte Forscher und mehr als 10 000 Mediziner Fragen nach der Zukunft der Medizin, nach ihren Möglichkeiten und Grenzen. Der Zeitpunkt könnte besser kaum gewählt sein: erst vor wenigen Wochen gaben deutsche, britische und amerikanische Wissenschaftler die Entschlüsselung des menschlichen Genoms bekannt - eine Entdeckung, die nach Auffassung von Experten in ihrer Bedeutung gleichzusetzen ist mit der Erfindung des Rades. Verfügt die Medizin bald wirklich über Mittel gegen Alzheimer, Aids, Krebs und Parkinson? Wie weit darf die Wissenschaft gehen? Wo ist die Grenze zwischen Heilung und Züchtung? Ist es wirklich erstrebenswert, das Leben endlos zu verlängern? ARD  
1:45-2:28 BBC Exclusiv - Leben ohne Ende - Die Entdeckung der Unsterblichkeit 45 min 2000
 

VOX zeigt die dreiteilige, spektakuläre BBC Exklusiv-Reihe an drei aufeinanderfolgenden Terminen zum Thema: Medizin ohne Grenzen. Täglich gelingen den Forschern neue Wunder. Täglich machen Begriffe wie künstliche Befruchtung, Gene oder Unsterblichkeit Schlagzeilen. Jetzt ist den Medizinern die Gen-Revolution gelungen - die Entschlüsselung der menschlichen DNA. BBC Exklusiv hinterfragt am Beispiel dreier verschiedener Themen die Grenzen der Medizin. Manche Menschen haben offenbar überhaupt keine Lust zu sterben. Sie werden 100 Jahre und älter, und machen dafür Eidechsentränke, Extrakte aus Hundepenisen, regelmäßigen Sex oder stetigen Zigarettenkonsum verantwortlich. Die meisten Menschen halten es hauptsächlich für Glück - nur einige Wissenschaftler glauben daran, dass sie der Menschheit ein biblisches Alter bescheren können: Ihrer Ansicht nach könnte der Mensch eine halbe Ewigkeit leben. Biologen sehen in unseren Genen ein Potenzial, die Lebenszeit des Menschen auf über 300 Jahre zu erhöhen. Ihr Ziel ist die Entdeckung der Unsterblichkeit. Die Dokumentation Leben ohne Ende, die BBC Exklusiv am 09. August 2000 im Rahmen der DCTP Mittwochsreportage bei VOX ausstrahlt, beschäftigt sich mit der wissenschaftlichen Suche nach Unsterblichkeit. Der Alterungsprozess ist kein unausweichliches Schicksal, sondern eine chronische Krankheit, die man hinauszögern, behandeln und sogar heilen kann. Noch vor zehn Jahren hätte kein Wissenschafter gewagt, auch nur an solche Thesen zu denken. Das Altern wurde als unvermeidlicher biologischer Prozess angesehen - die Gerontologie sollte alternden Menschen das Leben lediglich erleichtern. Es schien als wäre es unmöglich, an der biologischen Uhr zu drehen: Mäuse leben zwei Jahre, Hunde durchschnittlich 15, und die Lebenszeit des Menschen endet nach maximal 100 Jahren. Eine Reihe von aufsehenerregenden Entdeckungen zwang die Wissenschaft jedoch umzudenken. Vor allem ein seltenes Leiden namens Progerie (Hutchinson Gilfordsche Krankheit) erregte die Aufmerksamkeit der Altersforscher. Progerie ist eine grausame Krankheit: sie lässt Kinder im Zeitraffer altern. Progerie-Kranke werden bereits als Kleinkinder gebrechlich, bekommen Herzinfarkte, leiden an Alzheimer und sterben mit maximal 20 Jahren an den Folgen ihrer Altersschwäche oder den damit auftretenden Krankheiten. Die Existenz von Progerie beweist, dass das Alter in unseren Genen festgeschrieben steht - um unsterblich zu werden, muss man also einiges "umschreiben". Die Gene, die für das Altern verantwortlich sind, hat man - zumindest bei Versuchstieren im Labor - längst ausfindig gemacht: Genetiker kreieren längst Superorganismen: Mäuse, Würmer und Fruchtfliegen, die das siebenfache ihrer natürlichen Lebensspanne erreichen und nach einem langen Leben in Gesundheit sterben. Die Wissenschafter erwarten, dass dies in Zukunft auch für den Menschen möglich wird. Für diejenigen, die nicht so lange warten können, gibt es bereits heute einige Hormontherapien und Diätformen, die das Leben angeblich verlängern. Einige dieser Therapien funktionieren - die meisten jedoch nicht. In Wahrheit scheint nur ein Weg in Richtung Unsterblichkeit zu führen: Die Gentechnologie. Amerikanischen Wissenschaftlern ist es erstmals gelungen, menschliche Zellen eines Fötus zu klonen. Diese sogenannten Stammzellen altern nicht, und sie besitzen die Fähigkeit, beschädigtes Erbgut des Menschen zu reparieren. Diese Erkenntnis führte zu einer wahren Hysterie unter den "Jungbrunnen-Forschern". In ersten Versuchen wurden die Stammzellen Schlaganfall-Patienten injiziert, die sich in der Folge von schweren Gehirnschäden mit Gedächtnisverlust, Sehschwierigkeiten und Lähmungserscheinungen nahezu vollständig erholten. Der Mensch lebt bereits länger, als es die Evolution ihm vorschreibt - wie weit wir in Zukunft gehen könnten, zeigt die Dokumentation Leben ohne Ende. Teil 2 am 16.08.2000; Teil 3 am 23.08.2000 

VOX  
2:28-Ende Kopfleuchten 60 min 1998
 

Der Film handelt von Menschen, deren Gedächtnis in Stücke brach: von einer Frau, die keine Worte mehr findet, von jemandem, der Farben wahrnimmt wie Musik. Das menschliche Gehirn, sagen die Neurologen, ist die komplizierteste Struktur im gesamten Universum. Je mehr wir darüber wissen, desto größer werden die Rätsel. 
Dieser Film ist eine Reise durch Köpfe. Er handelt von Menschen mit Krankheiten und Verletzungen des Gehirns. Der Dokumentarfilm will keine "kalte" Sammlung von Fällen, kein Kabinett des Abstrusen sein. Er ist eine Reise, eine Expedition in ein Gebiet, von dem Doris Lessing sagt: "Es macht uns bewusst, dass wir auf Messers Schneide leben". Der Film berichtet von denen, die die Balance "auf des Messers Schneide" verloren haben und in unglaubliche Abgründe gefallen sind. Aber er ist nicht nur traurig. Es gibt auch Komik und Groteske. 

"Kopfleuchten" wurde auf den Hofer Filmtagen im November 1998 uraufgeführt und erfuhr auf zahlreichen Kinoaufführungen danach ein ungewöhnlich positives Echo. 

Phönix  

 

Ó Sven Haferkamp 02.09.2000  webmaster@extropie.de       [Home]