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0:00-0:45 Die Macht der Grauen Zellen (1) Wie das Gehirn uns steuert 45 min 2000
  Wie kann man einem lebenden Gehirn beim Denken zusehen? Was geschieht in unserem Kopf, wenn wir sprechen, lesen oder Musik hören? Wieviel von dem, was unser Gehirn täglich leistet, nehmen wir bewusst wahr? Ist etwas dran an der Vermutung, wir seien Sklaven unseres Gehirns? Aufregende Fragen, denen Forscher rund um den Globus auf der Spur sind. Gehirnforschung, so scheint es, ist neben Gentechnologie und Weltraumfahrt eines der letzten großen Abenteuer der Wissenschaft. Dass die Hirnforschung mittlerweile so an Bedeutung gewonnen hat, ist nicht ohne Grund so: Die Entwicklung der Mikroelektronik hat den Gehirnforschern in den letzten 20 Jahren völlig neue Instrumente in die Hand gegeben, die den "Blick" ins lebende Gehirn möglich machen. Mithilfe hochpräziser Scanner und ausgefeilter Computerprogramme können Wissenschaftler neuerdings den Stoffwechsel aktiver Nervenzellen dokumentieren und daraus Rückschlüsse auf Mechanismen und Strukturen des denkenden Gehirn ziehen. Und nicht nur das. Ebenso lassen sich auch Vorgänge im Gehirn, die wir mit Gefühlsempfindungen oder visuellen Vorstellungen verbinden, im Neuronengeflecht unter unserer Schädeldecke sichtbar machen. Was Forscher mit Hife solcher Verfahren über uns und unser Bewusstsein herausgefunden haben, wirft letztlich auch manche ungewohnten Fragen über uns und unserSelbstverständnis als Mensch auf. N3  
0:45-1:30 Die Macht der Grauen Zellen (2) Wie das Gehirn manipuliert wird 45 min 2000
  Duftstoffe animieren zum Kaufen, Musik kann die Lustregionen aktivieren, und mit pharmakologischen Wirkstoffen soll das Gedächtnis von Suchtkranken umprogrammiert werden. Praktische Beispiele dafür, wie das Gehirn manipuliert wird.
Die bahnbrechenden Erkenntnisse der modernen Hirnforschung stellen unser traditionelles Menschenbild völlig auf den Kopf. Alles Denken, Fühlen und Handeln, sozusagen das Wesentliche unserer Persönlichkeit, entsteht nämlich im Gehirn. Das faszinierendste Organ unseres Körpers handelt jedoch nicht autonom, sondern auf Grundlage aller biografischen Erfahrungen, die in den Verknüpfungen der Nervenzellen lebenslange Spuren hinterlassen.
Hirnforscher versuchen deshalb, diese Spuren, die sich in elektrischen und biochemischen Impulsen niederschlagen und so die "Persönlichkeit" ausmachen, zu entschlüsseln. Ihre Entdeckungen sind der erste Schritt, um mit "sanften" Mitteln in das Innerste des Menschen einzugreifen.
Die Dokumentation berichtet von Neuro-Wissenschaftlern, die in Deutschland, USA und Kanada die Sprache des Gehirns erforschen, und zeigt, was der "sanfte Eingriff" ins Gehirn schon heute bewirken kann. Von der Pille zum Stillen ungezügelter Fresslust bis hin zu "Neurobics", einem Training, das die grauen Zellen vor Verschleiß schützen soll, reichen die Möglichkeiten, mit denen die die grauen Zellen manipulierbar werden.

N3  
1:30-2:15 Die Entschlüsselung der Gefühle 45 min 2000
 

Eine Exkursion in die Natur des Unbewussten
Dokumentation von Klaus Simmering
Auch wenn sie uns oft genug verwirren - Gefühle sind die Fäden, die unsere Gedanken zusammenhalten. Und wenn es um die Erklärung der Gefühle geht, ist Sigmund Freuds Psychoanalyse auch nach 100 Jahren noch heiß diskutiert. Was lässt einen Menschen zittern beim Anblick einer geschlossenen Tür? Warum rennt ein Bär von einem Mann vor einer kleinen Spinne davon? Warum können schlimme Kindheitserlebnisse einen Menschen jahrzehntelang in Depressionen versinken lassen? Freud hat den Weg zu Antworten auf diese Fragen gewiesen: Sie liegen tief im Keller unserer Seele, im Unbewussten. Der Film geht diesen Fällen nach und macht dabei eine Exkursion ins Unbewusste. Er öffnet verschiedene Türen, die in dieses dunkle Reich führen, so z. B. unsere Träume. Haben sie wirklich die Bedeutung, die Freud ihnen zuschrieb? Oder haben jene Neurowissenschaftler recht, die Träume als bloße elektro-chemische Müllentsorgung des Gehirns ansehen? Freudianer und Hirnforscher haben sich jahrzehntelang wie Feuer und Wasser bekämpft. Plötzlich nähern sie sich einander an. Heißt das, dass frühkindliche Erfahrungen nun festverdrahtet in den Windungen des Gehirns geortet werden? Kommen hochempfindliche physikalische Verfahren nun den Freudschen Komplexen auf die Spur? Was ist passiert?

Arte  
2:15-3:00 Quarks & Co - Mit Genen heilen 45 min 2000
 

Mit Genen heilen
Liegt die Zukunft in der Gentechnologie? Wirtschaft, Politik und Wissenschaft sehen darin große Chancen, und mit neuen Begriffen stiften sie Verwirrung.
Zum Beispiel mit der "Pränataldiagnostik": Werden künftig Gen-Tests zur Schwangerschaftsvorsorge eingesetzt? Welche Krankheiten könnte man damit erkennen, und was soll man tun, wenn ein bestimmtes Risiko erkannt wird? "Quarks & Co" blickt in andere europäische Länder, wo es Gentests vor der Geburt bereits gibt.
Oder das "therapeutische Klonen": Werden wir künftig unsere Organe mit körpereigenem Gewebe aus sogenannten Stammzellen reparieren können?
"Quarks" berichtet über eine Firma, die Nabelschnurblut von Neugeborenen konserviert - weil man daraus Stammzellen gewinnen und gesundes Gewebe "klonen" kann.
Die Gen-Medizin verspricht vieles, aber sie wirft auch neue Fragen auf. Ranga Yogeshwar erklärt, worum es geht und bringt Klarheit in die oft verwirrende Diskussion.

WDR  
3:00-Ende Nanotopia - Die kleinste aller möglichen Welten 45 min 1996
  Der Traum von der kleinsten aller möglichen Welten

Film von Steve Davis und David Dugan

siehe auch im Spezial von Transhuman.de: LINK

   

 

Ó Sven Haferkamp 22.12.2000  webmaster@extropie.de       [Home]