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0:00-0:12 Abenteuer Erde: Unsterblichkeit (u.a. Kryonik, mit Klaus Reinhard (De:Trans/Alcor)) 12 min 1998
  u.a. mit De:Trans-Mitglied, Alcor-Kryoniker, Informatiker und Buchautor Klaus Reinhard

Kryoniker - Tiefgefrorene Unsterblichkeit?

Doch egal ob wir früher oder später altern - sterben müssen wir eines Tages. Auch wenn wir, wie die sogenannten Kryoniker, "mit einer ungemeinen Sturheit am Leben hängen", wie sie selbst von sich sagen. Im Gegensatz zu den meisten Menschen akzeptieren sie nicht das Ende des menschlichen Seins - und kaufen sich ein Leben nach dem Tod. Wie, das erklärt sich zum Teil bereits aus ihrem Namen.
"Kryos" heißt Kälte, Kryobiologie ist die Wissenschaft, die sich mit der Auswirkung extremer Kälte auf Organismen beschäftigt - was allerdings nicht mit den Kryonikern zu verwechseln ist. Denn für Kryoniker ist die Kälte das Mittel zum Zweck. Wenn ein Mensch schon für tot erklärt wird, leben die meisten Zellen noch - darauf bauen die Kryoniker. Denn die Zellen können in flüssigem Stickstoff bei minus 196 Grad unbegrenzt intakt gehalten werden. Deshalb lassen Kryoniker ihren Körper, oder zumindest ihr Gehirn, nach dem Tode einfrieren. In ferner Zukunft, wenn die Wissenschaft in der Lage ist, einen eingefrorenen Körper zur vollen Funktionstüchtigkeit zu rekonstruieren, dann wollen sie aus dem Eis wieder auferstehen.
Doch die Fortsetzung des Lebens in der Zukunft will organisiert sein. So sammelt Kryoniker Klaus Reinhard aus Kiel schon heute all das, was für diejenigen, die ihn irgendwann aus dem ewigen Eis wecken werden, wichtig sein wird. Damit sein Ich-Gefühl, sein Bewusstsein und seine Erinnerungen dann auch präsent sind. Klaus Reinhard ist überzeugt davon, dass er eines Tages sein heutiges Leben fortsetzen kann. Und dann, glaubt er, wird er unbegrenzt leben können und keine Angst mehr vor Krankheit und Tod haben müssen.
In den USA gibt es mehrere Organisationen, die Kryonikern ihre Einfrier-Dienste anbieten. Die "Patienten" können zwischen einer Ganzkörper-Konservierung und der bloßen Konservierung des Gehirns wählen. Die Kosten dafür belaufen sich auf 130.000 bis 60.000 US-$ für Nicht-Amerikaner. Und dass ihr Dienst tatsächlich zum gewünschten Erfolg führen könnte, das belegen Beispiele aus der Natur: So z.B. der Fisch aus arktischem Meer, der - ebenso wie die Kryoniker nach ihrer Konservierung - etwas ähnliches wie Frostschutzmittel im Blut hat und sich erst bei tiefsten Temperaturen richtig wohlfühlt. Oder die Beispiele aus der Kryo-Konservierung: Spermien friert der Mensch schon lange ein - und kann damit auf Abruf Kinder zeugen. Nur ganze Organe einzufrieren, das hat bisher nicht geklappt. Denn Kälte ist auch zerstörerisch, sie saugt die Zellen aus und lässt sie buchstäblich schrumpfen. Für die Kryoniker kein Grund zur Besorgnis: Sie setzen auf die Fortschritte der Wissenschaft, egal wie lange das dauern mag. Denn Zeit zum Warten haben sie ja.

HR  
0:12-0:56 Prisma - Wenn die Cyborgs kommen - Maschinenmenschen auf dem Vormarsch ? 45 min 2000
  Film von Klaus Tschirner
In den USA, in Frankreich und Deutschland hat Klaus Tschirner Menschen gefunden, denen es nicht mehr genügt, Computerkomponenten am Schreibtisch zu bedienen oder in ihre Kleidung integriert mit sich zu führen. Vielmehr soll die digitale Technik am Ende direkt in den Körper implantiert werden. Mensch-Maschinen-Wesen wären diese Technik-Freaks damit, sogenannte "Cyborgs", die ihre HighTech-Ausstattung mit der Hoffnung verknüpfen, naturgegebene Begrenztheit radikal zu überwinden. Wie weit ist diese Vision noch von einem utopischen Zukunftsszenario entfernt? 
Ein Mann verbindet sich per Kabel mit dem Großrechner, um neueste Informationen zu "tanken", die er tags darauf bei Kundengesprächen benötigt. Sein Nachbar lädt sich den spanischen Wortschatz aus einem Datennetz in einen Prozessor unter der Bauchdecke, der wiederum mit seinem Gehirn verbunden ist. So etwa könnte es aussehen, wenn einige Fachleute schließlich erreicht haben, woran sie derzeit arbei-ten.
Die Forschungen laufen, die es eines Tages vielleicht gestatten, Zwitterwesen aus Technik, Körper und Geist zu schaffen: Wann steht die (un-)heimliche Aufrüstung des Mensch mit elektronischen Chips und HighTech-Organen als erklärtes Entwicklungsziel vor der Tür? 
In den USA, in Frankreich und Deutschland hat Klaus Tschirner mit seinem Kamerateam Werkstattgespräche mit Menschen aufgenommen, denen es nicht mehr genügt, Computerkomponenten am Schreibtisch zu bedienen oder in ihre Kleidung integriert mit sich zu führen. Vielmehr soll die digitale Technik am Ende direkt in den Körper implantiert werden. Mensch-Maschinen-Wesen wären diese Technik-Freaks damit, sogenannte "Cyborgs", die ihre selbstgewählte HighTech-Ausstattung mit der Hoffnung verknüpfen, naturgegebene menschliche Begrenztheit radikal zu überwinden. Wie weit ist diese Vision noch von einem utopischen Zukunftsszenario entfernt? 
Der aktuelle Blick in die einschlägigen Entwicklungslabors zeigt, wieviele Probleme selbst bei scheinbar einfachen Implantaten zum Nutzen von Querschnittgelähmten oder Parkinson-Patienten noch zu lösen sind. Doch zugleich wird deutlich, daß eine "Cyborgisierung" der Gesellschaft in kleinen Schritten bereits begonnen hat. 

N3  
0:56-2:25 Mein Leben nach dem Tod - Warum Menschen ihre Körper spenden 90 min 2000
 

Körperspenderinnen und Körperspender sprechen offen über Ihre Intentionen, den eigenen Körper der Wissenschaft, genauer Prof. Dr. Günther von Hagens 

Institut für Plastination bzw. seiner internationalen Wanderausstellung "Körperwelten" zur Verfügung zu stellen.



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2:25-3:10 Future Fantastic - Roboter: Diener oder Terminator ? 45 min 1997
 

Moderation: Gillian Anderson



Seit langem träumt der Mensch von der Entwicklung des künstlichen Maschinenmenschen - dem Roboter. "Future Fantastic" zeichnet in der heutigen Ausgabe die Entwicklung der Roboter nach: Von den Theorien des Isaac Asimov bis hin zum nahezu perfekten Industrieroboter erzählt Gillian Anderson die Geschichte dieses Menschheitstraums. Auch wird die Frage gestellt, ob wir in Form der "Cyborgs" die perfekte Symbiose gestalten und dadurch den besseren Menschen erschaffen könnten.

Pro7  
3:10-Ende Die Hessenreporter - Der letzte Wille: Menschen auf der Suche nach einem neuen Ritual 45 min 2000
 

Neben kunstvoll gestalteten Särgen erzählen junge und alte Menschen, wie Sie denn einmal von dieser Erde "gehen" wollen. Es melden sich auch in einem kurzen Porträt Michael Saxer (Vorstandsvorsitzender des Fördervereins für Alternsforschung, Lebensverlängerung und Kryonik e.V. http://www.falkev.de) 

und Harmut Liedtke ( !selbsternannter! Prof.robomoon: http://www.shintoist.com/  und  http://www.hooshla.com/university/ ) 

zu Wort, die erst gar nicht vor haben zu sterben. Falls ihr Wunsch nicht in Erfüllung geht, möchten Sie in flüssigem Stickstoff bei -196°C eingefroren werden. Momentan kämpft Michael Saxer mit seinem Verein um die rechtlichen Grundpfeiler für eine Einführung der Kryonik in Deutschland. Bisher ist das Einfrieren von Toten in Deutschland nicht erlaubt und es muss auf ein ausländisches Kryonik-Institut zurückgegriffen werden. Damit der "frisch" Verstorbene zumindest eine minimale Chance hat, in ferner Zukunft wiederbelebt zu werden, muss vor allem das Gehirn möglichst unbeschadet den "vorübergehenden" Tod überstanden haben. Dazu muss möglichst umgehend nach dem Tod mit den Vorbereitungen zum Einfrieren begonnen werden,- kaum möglich wenn das "Kryonik-Notfall-Team" erst eingeflogen werden muss. Eine nationale Lösung ist bei der wachsenden Zahl der Kryonik-Interessierten die beste Lösung. So löblich die Bemühungen der FALK's für eine nationale Kryonik auch sein mögen, die Pläne für ein derartiges Kryonik-Institut sehen eher düster aus. Die Kryonik-Interessierten können nur hoffen, dass sich möglichst bald kompetentere Personen als Hartmut Liedtke um ein Kryonik-Institut bemühen. Denn die von ihm auf seiner Homepage vorgeschlagenen Geräte und Verfahren, entsprechen nicht einmal ansatzweise dem wünschenswerten technisch-medizinischen Standard, sondern eher einer bunt gemixten veralteten Feldausrüstung. Das liegt vor allem an den vielen schlechten ausländischen Vorbildern, an denen sich Liedtke orientierte, aber auch an der mangelnden Kompetenz für ein solches Vorhaben. 

   

 

Ó Sven Haferkamp 20.03.2001  webmaster@extropie.de       [Home]