Video 16

0:00-0:52 Die Menschheitsformel - Auf der Suche nach dem letzten Geheimnis 45 min 2000
 

Film von Gero von Boehm

"Wir sind verdammt, wenn wir die Weltformel nicht finden, aber wir sind auch verdammt, wenn wir sie finden".
Steven Weinberg, Nobelpreisträger und einer der Protagonisten des Films
Pünktlich zum Beginn des neuen Jahrtausends erreicht die faustische Neugier der Naturforscher ihren Höhepunkt: Mit aller Macht wollen sie zeigen, dass sich Welt und Universum in einer einzigen Formel zusammenfügen lassen. Sie sind auf der Suche nach einem Urgesetz, in dem alles Dasein zu einem Ganzen verschmilzt. Nie zuvor waren sie näher an der Wahrheit der Schöpfung, denn es gibt bereits heute faszinierende Erklärungsmuster wie die Superstring-Theorie. Sie sind aussichtsreiche Kandidaten für eine Weltformel, wie sie Albert Einstein vorschwebte.
Aber damit nicht genug: Gleichzeitig versucht eine ganz andere Elite von Naturforschern ebenso fieberhaft, den Schlüssel zu dem zu finden, was uns zum Menschen macht: Die komplette Analyse unseres Erbguts ist abgeschlossen, ohne dass man genau weiß, wie im Universum der Milliarden Gene alles mit allem zusammenhängt. Die Forscher selbst vergleichen die Suche nach diesem Schlüssel heute mit dem Weg, der einst zur Kernspaltung führte - nur, dass die Konsequenzen viel weitreichender, weil praktisch anwendbar, sein werden. "Erst wenn wir auch die Biologie im Griff haben und wirklich verstehen, ist die Menschheitsformel wirklich komplett", sagt James Watson, der einst die DNS mitentdeckte.
Der Film dokumentiert an den Brennpunkten der Forschung das Fieber, von dem die durchaus kriminalistische Suche nach der letzten Wahrheit bestimmt wird.

(Quelle G.O.Online)

3Sat  
0:52-1:22 Schatzsuche im Erbgut -2- Frankensteins Erben 30 min 2001
 

Wie Genforscher den Tod besiegen wollen
Nachdem in Großbritannien zum ersten Mal in Europa ein Gesetz zum Klonen menschlicher Embryozellen verabschiedet wurde, ist eine hitzige Debatte über die Möglichkeiten und Gefahren der Genforschung entbrannt. Für den Biophysiker Gregory Stock versetzt der rasante Fortschritt der Molekulargenetik den Menschen in die Lage, sich nach eigenen Vorstellungen zu gestalten. 

Als Herrscher über die Evolution wird er perfekte Kinder erschaffen und Krankheitsplagen wie Krebs, Parkinson und Diabetes besiegen. Hormoncocktails sollen Greise jugendfrisch halten und letztendlich den Tod besiegen. Für den Kölner Erzbischof Joachim Kardinal Meisner sind die Experimente und Zukunftsvisionen der Genforscher eine "Perversion des menschlichen Denkens". Er warnt davor, dass die Biotechnologien die menschliche Natur zerstören werden - wenn der Mensch Schöpfer spielt und versucht, besser als Gott zu sein. Eine Kontroverse, deren Hintergründe das ZDF in zwei Dokumentationen untersucht: Markus ist 17. Seit Jahren kämpft er gegen den tückischen Blutkrebs. Nun ist er am Ende - Markus will nicht mehr leben, denn sein Körper ist ja nur noch eine ausgebrannte Hülle, sagt er - zerfressen von der aggressiven Chemotherapie und von den Nebenwirkungen der Medikamentencocktails. Was wir für Markus bräuchten, sagt sein Arzt, sind Medikamente, die für ihn "maßgeschneidert" wären, die also gezielt an den Stellen seiner genetischen Strukturen ansetzen, die den Krebswildwuchs bei Markus ausgelöst haben. Solche Wundermittel wird es bald schon geben, meinen die Manager und Wissenschaftler von Biotech-Firmen, die sich auf die so genannte Pharmako-Genetik spezialisiert haben: zum Beispiel "Lion-Biosciences" in Heidelberg und "GPS - Genome Pharmaceutical Corporation" bei München. "Sicherheitsbereich - Zutritt verboten!" steht auf der Tür, die in ein Labor führt. Roboterarme befüllen Analyseautomaten mit Bakterienlösungen. Darin enthalten: Krebszellen, die man Patienten wie Markus entnommen hat. Computer vergleichen die DANN-Erbsubstanz dieser kranken Zellen mit der von Gesunden. Welche Gene und Proteine sind dafür verantwortlich, dass Markus Zellen plötzlich "durchgedreht" haben? Wenn das erforscht ist, dann könnte die Medizin mit Genen heilen und eine Impfung gegen Krebs anbieten. Dabei würden bestimmte Gene in das Immunsystem eingeschleust, die seine körpereigene Abwehr alarmieren und den Gegenangriff auf die Krebszellen auslösen. Wissenschaftler in den USA gehen bereits einen anderen Weg. Sie setzen verstärkt auf die Gentherapie: Nicht die Entwicklung neuer Medikamente ist hier das Ziel, sondern die Bekämpfung bzw. die Vermeidung von Krankheiten durch den gezielten Eingriff in das Erbgut des Menschen. Dies geschieht mit der Fortentwicklung jener Technik, mit der das Klonschaf "Dolly" erzeugt wurde. Um all die Krankheiten zu besiegen, die die meisten Todesopfer fordern - Krebs, Infektionen, Herz-Kreislauf-Defekte, Diabetes -, züchten Wissenschaftler in den USA und Großbritannien embryonale Stammzellen im Labor: künstlich befruchtete Eizellen, aus denen sich auch Babys entwickeln könnten. Aus den Stammzellen lassen sich Stoffe züchten, um Parkinson und Herzinfarktpatienten zu behandeln - oder Stoffe, die den Alterungsprozess von Zellen stoppen, den Menschen also unsterblich machen. Aus Stammzellen ließe sich letztendlich auch ein Mensch klonen. Italienische und amerikanische Wissenschaftler haben dies angekündigt: um das "genetische Abziehbild" eines Menschen zu erzeugen, das ihm dann als "Vorratslager für Ersatzmaterialien" dienen könnte - Organe, Haut, Nerven wären züchtbar und würden vom Körper nicht abgestoßen. Eine Vision, die derzeit in Deutschland - Experimente mit Stammzellen sind hier verboten - zwischen Politikern, Wissenschaftlern und der Kirche immer heftiger diskutiert wird. Denn wer mit Embryonen experimentiert, der sortiert auch aus, der unterscheidet zwischen "gutem" und "schlechtem" Leben. Für Christian Judith sind diejenigen, die so etwas gutheißen, die "Erben Frankensteins", die sich einen neuen Menschen zusammenbasteln wollen. Er ist körper-
lich schwerstbehindert. Christian hat am Aufbau der Dresdner Ausstellung "Der (im)perfekte Mensch" mitgewirkt.

Wenn er Schüler durch die Ausstellung führt, stoppt er jedes Mal vor einer Spiegelwand: "Schaut mich an", sagt er: "Ein Krüppel! Einer, den die so genannten Fortschritte in der Gentechnik irgendwann aus dem Schöpfungsprogramm streichen werden - abschaffen!" Dagegen kämpft er. Weil er "das Recht auf Unvollkommenheit" beansprucht. 

(Quelle G.O.Online)

ZDF  
1:22-2:06 BBC Exclusiv: Supermensch - Organe nach Maß 30 min 2001
 

Ein Film von Helge Cramer

Der 17-jährige Christoph Bast würde ohne medizinische Hilfe mit vollem Magen verhungern. Er hatte eine Darmverschlingung, als er zwei Jahre alt war. Nur ein kleines Stück seines Darmes konnten die Ärzte retten. Er kann Nahrung zwar aufnehmen, aber nicht verwerten. Christoph lebt von täglichen Nährstoffinfusionen, die der 17-jährige sich über einen Herzkatheder selbst zuführt. Er hofft, dass es Wissenschaftlern eines Tages gelingt, körpereigene Darmzellen zu züchten. "Tissue-Engineering" nennt man diese Zucht menschlichen Gewebes. Haut ist das erste Produkt, das in der Uniklinik Freiburg künstlich gezüchtet werden kann; Ohr- und Gelenkknorpel werden schon bald folgen. Selbst innere Organe, deren Aufbau weitaus komplizierter ist, sollen sich eines Tages züchten lassen. Dann könnte vielleicht auch Christoph Bast wieder ein normales Leben führen.
"360° - Die GEO-Reportage" berichtet über die Erfolge der Wissenschaftler auf dem Gebiet der Organzüchtung und beobachtet die Transplantation körpereigener Hautzellen aus dem Hightech-Labor. 


(Quelle: G.O.Online)

SWR  
2:06-2:38 Im Garten des Todes - Die Leichen des Dr. Bass 30 min 2000
 

Film von Stefan Schneider

Knoxville, Tennessee, USA. Im gigantischen Footballstadion jubeln über 100000 Fans ihren Collegeboys zu. Tief unter ihnen, in den Eingeweiden des Stadions, bestimmt der Tod das Bild: die Skelettsammlung des Dr. Bass. 
Was manchen erschaudern lässt, ist für Dr. Bass zum Inhalt seines Lebens geworden - völlig legal. Dr. Bass hat sich auf die Spur des Todes begeben, im Dienst der Wissenschaft, der Wahrheit und der Polizei. Und das hat ihn zu einem Star seiner Zunft gemacht. 


"Die erste Frage, die die Polizei stellt, wenn eine Leiche gefunden wird", so Dr. Bass, "lautet nicht: Wer ist die Person? Sondern: Wie lange ist sie tot?" Auf diese Frage konnte der Anthropologe früher keine Antwort geben. Über die Prozesse der Verwesung ist man erst seit 30 Jahren dabei, genauere Erkenntnisse zu gewinnen.
Die Konsequenz für Bass war ebenso einfach wie genial: Die systematische Beobachtung von verwesenden Leichen sollte Licht ins Dunkel des Todes bringen. Hinter Drahtzaun, Sichtschutz und Stacheldraht verbirgt sich ein etwa drei Morgen großes Waldstück, das auch heute, nach 30 Jahren, auf der Welt einzigartig ist. Zwischen Gras und Laub, unter Bäumen, in verrosteten Straßenkreuzern oder in Plastiksäcken liegen hier bis zu 40 Leichen.
Wie lange braucht eine Leiche, um unter Wasser zu verwesen? Wie lange in einem geschlossenen Auto im schwülheißen Sommer von Tennessee? In Vergleichsversuchen wurden Antworten gefunden und an der Aufklärung unzähliger Verbrechen mitgewirkt. Durch die immer genauere Bestimmung des Todeszeitpunktes konnten Alibis bestätigt oder durchkreuzt werden. Für die Angeklagten bedeutet das Freispruch, lebenslänglich, oder gar die Todeszelle. Bei Dr. Bass wurden einzigartige Verfahren entwickelt, die heute weltweite Bedeutung in der gerichtsmedizinischen Praxis haben. 
Die Körper, die Dr. Bass für seine Studien verwendet, sind entweder anonyme Leichen, deren Begräbnis sich die Gemeinden sparen wollen, oder solche, die schon zu Lebzeiten der Wissenschaft gespendet werden. Und schließlich jene, die sich die Body Farm als "Letztes Ziel" ausgesucht haben.


Dr. Bass hat auch schon Pläne für seine Zeit nach dem Tod. Auch er will eines Tages hier liegen. Der Mann, der eine ganze Generation von forensischen Anthropologen ausgebildet hat und 1985 zum "National Professor of the Year" gewählt wurde, hat ein deutliches Credo: "Ich wüsste nicht, warum ich aufhören sollte zu lehren, nur weil ich sterbe." 

(Quelle G.O.Online & BBC-Online)

 

ZDF  
2:38-3:08 37° - Alisons Baby 30 min 2001
 

Ganz besonderes Mutterglück
Doku von Bente Milton

Alison hat sich durchgesetzt. Alle hatten ihr abgeraten, ein Kind zu bekommen, sogar die besten Freunde hatten sich gegen sie gewandt. Denn Alison hat keine Arme und ihr Körper ist viel zu kurz. Sie kam missgebildet zur Welt. Es war eine schlimme Zeit, als Alison in der Kindheit irgendwann ihr Anderssein klar wurde. Doch dann traf sie die Entscheidung, das meiste aus dem zu machen, was ihr möglich ist. Und es hat sich gezeigt: das ist eine ganze Menge.


Heute ist Alison Lapper 34 Jahre alt, eine Frau mit großer Ausstrahlung und Charme - und mit großer Willenskraft. Eine durchaus erfolgreiche Künstlerin ist sie geworden, Fotografin, Malerin und Bildhauerin. Sie lebt, von Ausnahmen abgesehen, ohne fremde Hilfe in ihrer Wohnung in Brighton, England, fährt Auto und macht auch sonst fast alles, was "Normale" tun. Nur eben auf eine etwas andere, oft völlig verblüffende Art.
Und jetzt ist Alison auch noch allein erziehende Mutter. Ihr Freund hat sie verlassen, als sie schwanger wurde. Es war nicht leicht für sie, das zu verkraften. Außerdem waren alle der Überzeugung, dass eine Mutter ohne Arme und mit einem zu kurzen Körper kein Kind versorgen kann. "Wer sagt denn, was die beste Art ist, für ein Kind zu sorgen?", setzt Alison dagegen. "Ich liebkose es auf meine Art. Wieso kommen die Leute zu solchen Vorurteilen? Das ärgert mich so. Keiner braucht was zu zahlen. Ein Kindermädchen bezahle ich selbst. Sie sollen mir keine Vorschriften machen, ich mache ihnen auch keine!" Und Mitleid will sie schon gar nicht.


Aber da sind noch die Behörden. Wenn sie meinen, Alison könne ihr Baby nicht angemessen versorgen, können sie es ihr wegnehmen. Aber dafür hat es noch nie einen Anlass gegeben. Alison genügt selbst den behördlichen Anforderungen an eine gute Mutter.
Die dänische Autorin Benta Milton begleitet Alison Lapper eine Strecke durch ihr Leben in der Zeit vor der Geburt des Kindes und danach. Ein fesselnder 37°-Film über eine ungewöhnliche Frau, die anderen zeigt, wo es langgeht. 
http://www.zdf.de/wissen/37grad/50179/index.html
(Quelle: G.O.Online & ZDF)

ZDF  
3:08-Ende 37 30 min 2001
 

Ganz besonderes Mutterglück
Doku von Bente Milton

Alison hat sich durchgesetzt. Alle hatten ihr abgeraten, ein Kind zu bekommen, sogar die besten Freunde hatte
ine Art. Wieso kommen die Leute zu solchen Vorurteilen? Das ärgert mic

ZDF  

 

Ó Sven Haferkamp 16.06.2001  webmaster@extropie.de       [Home]