Video 17

0:00-0:45 Brennendes Eis - Energie der Zukunft 45 min 1999
 

Die weltweite Suche nach Gashydrat


Die Ölvorräte halten nur noch wenige Jahrzehnte. Doch was kommt dann? Die Ölmultis glauben, einen neuen Trumpf im Ärmel zu haben: Gashydrate - unter großem Druck und großer Kälte zusammengepresstes Methangas, das am Meeresgrund oder in tiefen Sedimentschichten vorkommt. Meeresforscher schätzen, dass die Vorräte riesig sind. Ist also Methanhydrat die Energie für die Zukunft? Der Autor Manfred Suttinger hat mehrere wissenschaftliche Exkursionen vor der amerikanischen Küste bei Oregon begleitet. Amerikanische und deutsche Meeresforscher waren im Sommer 1999 mit dem Tauchboot "Alvin", mit einem Videogreifer und anderen zum Teil eigens für das Vorhaben entwickelten Spezialgeräten auf der Suche nach diesem ungewöhnlichen Stoff. Nur mit großem technischem Aufwand kann man ihn aus der Tiefe fördern. Ist er einmal oben, zersetzt er sich sehr schnell. Wie kann man verhindern, dass dabei große Mengen Methan freigesetzt werden und in die Atmosphäre aufsteigen? Bringt diese neue Energieform eine neue Verschärfung der Treibhausproblematik mit sich? Schlagzeilen haben Gashydrate in anderer Hinsicht schon gemacht: Sie gelten als Hauptverursacher von Tsunamis, jener Riesenwellen, die ganze Küstenstriche zerstören. Riesige Methangasblasen sollen auch die Ursache des rätselhaften Verschwindens von Schiffen und ganzen Flugzeugstaffeln im berüchtigten "Bermuda-Dreieck" sein.

(Quelle: G.O.Online & GEOMAR)

BR  
0:52-1:30 Die zweite Schöpfung - Der künstliche Mensch 45 min 2000
 

Ein Film von Tilmann Achtnich

"Aus einem winzigen Stückchen Vorhaut züchten wir menschliche Haut, die ein ganzes Fußballfeld abdeckt", verkündet die Forschungschefin der amerikanischen Firma Organogenesis stolz. Künstliche, lebende Haut ist das erste Ersatzteil für den Menschen, das quasi industriell hergestellt wird.
In den Biotech-Labors stehen weitere Gewebe vor der Serienreife: Knorpel, Knochen und Blutgefäße. Komplexere Organe wie Leber und Herzmuskelgewebe lassen noch auf sich warten. Mit den Transplantaten aus den Regalen der Medizinfirmen wird sich der Mangel an Spenderorganen beseitigen lassen. Das Ohr aus dem Labor, maßgeschneidert auf Bestellung, das ist eine Vision der Zukunftsmediziner.
Wir machen alles, wenn es uns der Gesundheitsmarkt abkauft, verkünden manche Forscher lauthals. Dazu kommen immer neue körperverträgliche Kunststoffe aus der Retorte, die die "Verschleißteile" des Menschen - etwa Hüftgelenke - ersetzen. Und die Mikroelektronik macht den Einbau von Steuersystemen in den Körper möglich. Die könnten einem Querschnittsgelähmten per elektrischer Muskelreizung wieder zur Bewegung von Händen oder gar zum Gehen verhelfen. Frankenstein oder die neue Freiheit von der Hinfälligkeit des Körpers? Der Mensch, in Zukunft ein Ersatzteilwesen?
Dagegen spricht nichts, sagen vorwiegend die amerikanischen Mediziner. Keine ethischen Bedenken, schließlich geht es ums Heilen. Und ums Geld, denn Bioengineering verspricht der Milliardenmarkt der Zukunft zu werden. 

(Quelle: G.O.Online)

WDR  
1:30-2:30 BBC Exklusiv
Thema: Supermensch - Die Heilkraft des Körpers
6.Teil: Die Babymacher
45 min 2001
 

Sechsteilige Dokumentationsreihe
6.Teil: Die Babymacher

Was bedeutet "Kinder machen" im 21. Jahrhundert? Die Wissenschaft und der medizinische Fortschritt sind mittlerweile so weit, dass der Mensch an der Schwelle steht, das Schicksal seiner ungeborenen Kinder mit Hilfe der Gentechnik mitzubestimmen. Das ist Risiko und Chance zugleich - und das Thema von DIE BABYMACHER.
Die Beeinflussung genetischer Defekte bei Ungeborenen ist nicht mehr nur pure Theorie. In Deutschland ist diese Form der Prä-Implantations-Diagnostik und -Behandlung verboten. Doch in Europa und Amerika werden die ersten Forschungsergebnisse bereits praktisch angewandt, um Erbkrankheiten bereits so früh wie möglich zu erkennen und auszuschalten. Joshua war das erste Kind von Sue und Chris Paget Dunthorne. Bei seiner Geburt wog er unter drei Kilogilogramm und erkrankte ernsthaft. Keine Behandlungsmethode war erfolgreich, und das Kind starb in den Armen seiner Eltern. Die Obduktion ergab Tod durch Mukoviszidose, einer Stoffwechselkrankheit, die bei einem von 2000 Neugeborenen auftritt und bei der die Lunge aufgrund der Drüsenfehlfunktion total verschleimt.
Pete und Fiona Hingston hatten mehr Glück. Auch bei ihrer drei Monate alten Tochter wurde Mukoviszidose diagnostiziert. Die kleine Jade erhielt darauf Physio-Therapien, und Antibiotika sollten die Bakterien in ihrer Lunge bekämpfen. Enzyme halfen ihr, die Fehlfunktion der Bauchspeicheldrüse auszugleichen und Nahrung besser zu verdauen. Jade hat überlebt, ist aber sehr anfällig für Infektionen. Ihre Zukunft ist ungewiss. Beide Elternpaare wollen aber weitere Kinder, deshalb vertrauen sie auf die Prä-Implantations-Diagnostik, um ein gesundes Kind zur Welt zu bringen. Dafür wird der Mutter drei Tage nach der Befruchtung die sich teilende Eizelle entnommen. Eine der acht Zellen wird dabei auf Erbkrankheiten untersucht und danach wieder in den Mutterleib eingesetzt. In Deutschland ist diese Therapie nicht erlaubt - aber diese Prozedur hat immerhin eine Erfolgschance von 15 Prozent.
Die Gentechnik ist für viele In-Vitro-Spezialisten eine vielversprechende Methode der Zukunft, denn der Mensch zählt zu den unfruchtbarsten Lebewesen unseres Planeten. In jeder sechsten Schwangerschaft entwickelt sich der Embryo in den ersten drei Monaten nicht planmäßig. Wissenschafter versuchen jetzt, die Überlebensquote eines Embryos in den frühen Stadien seiner Entwicklung zu verbessern. In-Vitro-Fertilisation - die künstliche Befruchtung - war dabei nur der erste Schritt. Und vielleicht ist die Gentechnik tatsächlich der einzig richtige Weg, um Erbkrankheiten in Zukunft zu vermeiden ... 

(Quelle: G.O.Online)

VOX  
2:30-3:20 frei 30 min 2000
 

Film von 

 

ZDF  
3:20-Ende Zeichen der Zeit - Wie war noch mal der Name ? 45 min 2000
 

Unsere alltägliche Vergessenheit
Ein Film von Uta König

Der Schauspieler Peter Striebeck kann Namen und Zahlen "ganz schlecht behalten" und braucht - wie sein Kollege Oliver Stern - einen Zeitplaner als "Papier-Hirn." Dominik Horwitz gibt zu, dass er sich "quält und quält", bis er einen Text gelernt hat. Und Heidi Kabel gesteht, sie wisse manchmal nicht, ob sie "du oder Sie sagen muss".
In der Dokumentation von Uta König geht es nicht um Demenz und das Alzheimer-Leiden, sondern um die alltägliche Vergesslichkeit, die fast jeder kennt. Wer sich zuwenig Ruhe gönnt und zuviel um die Ohren hat, ist anfällig für Erinnerungs-Pannen. Reizüberflutung und Stress machen unaufmerksam und fahrig. Die Folge: das Gehirn hat Probleme, Informationen aufzunehmen, abzuspeichern oder abzurufen. Aber jeder Mensch, ob jung oder alt, kann sein Gedächtnis trainieren und Schwächen ausgleichen - wie beim Muskel. 

(Quelle: G.O.Online)

SWR  

 

Ó Sven Haferkamp 16.06.2001  webmaster@extropie.de       [Home]